Es gibt eine Zeit zum Aufbrechen und eine Zeit zum Innehalten – auch bei der Chefwahl. Als der langjährige SBB-Chef Benedikt Weibel abtrat, war ein externer Manager gefordert, einer, der frischen Wind in den etwas gar behäbigen Staatsbetrieb brachte. Doch nach rund zwölf Jahren Andreas Meyer braucht es nun wieder einen waschechten «Bähnler» oder «Cheminot», der für die Grundwerte des Service public einsteht und die SBB bestens kennt.

Einen wie Vincent Ducrot, der sich selbst als «bescheiden» und «transparent» beschreibt und der, anders als sein Vorgänger, kein Problem hat, beim Salär unter der magischen Grenze von einer Million Franken zu bleiben. Es ist kein Generationenwechsel, ist doch der 57-jährige Ducrot nur ein Jahr jünger als Meyer. Aber ein klarer Typenwechsel.