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Neues Design: So sehen Apple Stores in Zukunft aus

15 Jahre nach Eröffnung des ersten Stores hat Apple sein neues Verkaufskonzept vorgestellt. Für die frühere Burberry-Chefin Angela Ahrendts war die Präsentation der erste grosse Auftritt für Apple.

Veröffentlicht am 20.05.2016

Apples neuestes Produkt gibt es nicht zu kaufen: Am Donnerstag hat der US-Konzern in San Francisco sein neues Konzept für die über 400 Verkaufsstellen rund um den Globus vorgestellt. Das Design der Stores wird erneuert: Glasfronten zieren die Fassaden der Geschäfte, innen gibt es Bäume und Materialien wie Holz. Die Stores sollen zu Treffpunkten werden. Sie seien Apples «grösstes Produkt», sagte Retail-Chefin Angela Ahrendts bei der Vorstellung in San Francisco gemäss «Financial Times».

Der neue Store am Union Square dient als Vorbild für alle heute existierenden Verkaufsstellen. Für die Managerin Ahrendts war die Präsentation der erste grosse öffentliche Auftritt für Apple. Vor zwei Jahren stiess sie zum Tech-Giganten, bei dem sie direkt an Firmenchef Tim Cook berichtet. Zuvor hatte sie von 2006 bis 2014 erfolgreich die Modemarke Burberry geführt. Geholt wurde sie, um Apple in den Verkaufsstellen einen luxuriöseren Anstrich zu geben. 

«Nächste Generation im Apple Retail»

Wie iPhones und Macbooks sollten auch die Apple-Stores «wohlüberlegt und schön» sein, sagte Ahrendts in San Francisco. «Das ist die nächste Generation im Apple Retail.» 15 Jahre nach Eröffnung des ersten Apple-Stores setzt der Tech-Konzern nun auf ein erneuertes Verkaufskonzept. Das Team von Ahrendts arbeitete dabei mit den renommierten Architekten Forster & Partners zusammen. Massgeblich zum neuen Auftritt trug auch Apple-Chefdesigner Jony Ive bei.

Die Geschäfte werden grüner: Bäume wird es geben – im Bereich des Kundensupports «Genius Grove», der die «Genius Bar» ersetzen soll. Die Produkttische sind aus Holz. Der benötigte Strom soll sich vollständig mit erneuerbaren Energien speisen.

Kunst und Kultur wird bei Apple wichtiger

Laut «FT» sollen auch Kunst und Kultur eine wichtigere Rolle spielen: So werden sogenannte «Creative Pros» die Kunden künftig beraten, damit sie alle Features ihrer Apple-Geräte nutzen können – etwa bei Fotografien oder Musik-Programmen. Vor dem Apple Store in San Francisco gestaltet die Firma zudem einen öffentlichen Platz, auf dem Musiker ihre Auftritte haben sollen.

Das neue Store-Konzept könnte Apple Auftrieb zur richtigen Zeit geben: Der stark vom iPhone abhängige Konzern geriet an der Börse in den vergangenen Wochen deutlich unter Druck. Die Aktie sackte um über 10 Prozent ab. Dies veranlasste Konzernchef Cook zu einem TV-Auftritt, bei dem er Apples Strategie verteidigte.

(moh/chb)

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