In der von Martin Spieler, «Handelszeitung», moderierten Podiumsdiskussion sagte Renato Ferrario, Schindler Management, dass die Schweiz exzellente Hochschulen und ein grosses Know-how habe: «Das finden Sie nirgends in Europa.» Die Schweiz sei zudem vertrauens- und glaubwürdig, aber zu bescheiden, um diese Werte im europäischen Wettbewerb einzusetzen.

Auch Ronald Schlegel, CEO von Axima Schweiz und Präsident der GSGI (Gruppe der Schweizerischen Gebäudetechnik-Industrie), ermutigte zum Wettbewerb und zur Öffnung. Den Schutz vor Konkurrenz bezeichnete er als ein Übel. Schlegel warnte: «Wir dürfen nicht in Backsteinen und Lichtschaltern denken.» Der Nutzen des ganzen Gebäudes zähle. Ziel sei das Gebäude aus der Fabrik.

Walter Grüebler, Verwaltungsratspräsident von Sika, sprach sich ebenfalls für den Wettbewerb aus: «Wir dürfen nicht Angst haben vor dem Wettbewerb, sonst kann man ihn nicht bestehen.» Eine Chance sieht er z.B. im Tunnelbau. Durch den Bau der Gotthard-Röhre habe man ein enormes Know-how gewonnen.

Der Leiter der Direktion für Wirtschaftspolitik (Seco), Aymo Brunetti, sieht stärkeren Wettbewerb ebenso als positiv an. Die Baubranche würde im Wettbewerb stärker und könnte mehr exportieren. Ausserdem erachtet er den Klimaschutz als Megatrend in der Baubranche. Patrick Hofer-Noser, CEO 3S Swiss Solar Systems, setzt sich für Klimaeffizienz ein. Gesamtheitliches Denken sei wichtig, sagte er. Man müsse Marken und damit ein gewisses Image aufbauen: «Darüber soll man dann aber auch reden.»

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