Unter den europäischen Grossbanken dürfte es nach Einschätzung von Beobachtern zu einer Bereinigung kommen: Die Zeichen stehen auf Fusionen und Übernahmen.

In diesem Zusammenhang wird immer wieder über eine Hochzeit zwischen den beiden Schweizer Grossbanken spekuliert.

«Man kann sich die Frage einer solchen Fusion durchaus stellen», sagte dazu Credit-Suisse-Präsident Urs Rohner der «Schweiz am Wochende». Der scheidende Spitzenmanager zeigte sich zugleich skeptisch über die Erfolgsaussichten eines solchen Unterfangens: Es gebe «…eine Reihe von Gründen, die Fusionen von Grossbanken sehr komplex machen, in sachlicher und regulatorischer Hinsicht. Hinzu kommen kulturelle Fragen und auch das Timing. Solche Faktoren sind mitentscheidend, ob ein fusioniertes Unternehmen Erfolg hat oder nicht.»

Viele Führungswechsel

Rohners Gegenüber bei der UBS, Präsident Axel Weber, findet sogar klarere Worte: Eine Fusion mit der Credit Suisse sei in nächster Zeit wenig wahrscheinlich, sagte Weber zu Bloomberg.

Ein Zusammengehen wäre schwierig zu bewerkstelligen und würde viel Zeit kosten, so Weber. Als weiteres Argument nannte er die vielen Führungswechsel: Die beiden CEOs Ralph Hamers (UBS) und Thomas Gottstein (CS) haben erst vor kurzem ihre Stelle angetreten. Und CS-Präsident Rohner wird seinen Job bald an António Horta-Osório weiterreichen.

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(mbü, auf Basis von Bloomberg)