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Abbau
Ölgigant Shell kappt weitere 2800 Stellen

Shell: Die Fusion mit BG ist für die Angestellten schmerzhaft. Keystone

Shell streicht noch mehr Stellen: 2800 weitere Jobs fallen der Fusion mit dem Konkurrenten BG zum Opfer – damit greifen die Shell-Manager innert kurzer Zeit bei 10'000 Stellen zum Rotstift.

Veröffentlicht am 14.12.2015

Der Öl-Konzern Royal Dutch Shell will nach der milliardenschweren Fusion mit dem britischen Konkurrenten BG erneut Stellen streichen. Um Kosten zu sparen, sei der Abbau von 2800 Jobs vorgesehen, teilte das britisch-niederländische Unternehmen am Montag mit. Dies entspreche drei Prozent der Belegschaft des neuen Unternehmens mit rund 100'000 Angestellten. Shell hatte bereits angekündigt, sich wegen des Ölpreis-Verfalls von 7500 Mitarbeitern zu trennen.

Zum Wochenbeginn hatte der letzte Regulierer grünes Licht für die Fusion gegeben. Auch die chinesische Wettbewerbsbehörde stimmte der Übernahme ohne weitere Auflagen zu. Nun müssen noch die Aktionäre beider Konzerne die Transaktion im Volumen von 70 Milliarden Dollar absegnen. Shell-Chef Ben van Beurden rechnet damit, dass die Akquisition Anfang Februar über die Bühne geht.

Shell ist ExxonMobil im Nacken

Shell will so zum global führenden Anbieter von Flüssiggas aufsteigen und den Rückstand zum Öl-Weltmarktführer ExxonMobil verringern. Es ist die erste Grossfusion in der Branche seit der Jahrtausendwende, als sich die Energie-Konzerne wegen sinkender Preise in ähnlichen Schwierigkeiten befanden.

Seit Sommer 2014 haben sich die Rohölpreise mehr als halbiert. Gründe dafür sind unter anderem die hohen Fördermengen, für die es angesichts der sich abkühlenden Weltwirtschaft nicht genügend Abnehmer gibt, sowie der Schiefergasboom in den USA.

(sda/mbü/hon)

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