Seit Wochen wird über das Rebranding von Orange gesprochen. Heute Abend ist es nun so weit: Die neue Marke wird enthüllt. Offiziell - denn eigentlich ist schon länger klar, dass Orange künftig Salt heissen wird. Selbst das potenzielle Logo ist bereits an die Öffentlichkeit gedrungen. 

Die Anwaltskanzlei Bär & Karrer in Zürich liess den Namen und das Markenzeichen für eine Telekomfirma beim Institut für geistiges Eigentum eintragen. Und auch wenn Johan Andsjö den neuen Namen im Vorfeld des grossen Events in Zürich nicht bestätigen wollte, war ihm auch kein Dementi zu entlocken. «Ich kann dazu nur sagen: Falls dies die neue Marke sein sollte, so wäre das ein kurzer, einfacher Name, der im Alphabet vor Swisscom und Sunrise kommt», sagte der Orange-Chef der «NZZ am Sonntag».

Lizenzgebühr einsparen

Der Aufwand für ein grosses Rebranding ist gewaltig. 40 Millionen Franken wolle sich Orange den Namenswechsel kosten lassen, sagt Andsjö. Zu den Aufgaben gehören die Umgestaltung der Shops und eine Erhöhung der Marketingausgaben, um die neue Marke zu kommunizieren. Diese ist unter dem Slogan «Da kommt was Neues. Schon ganz bald.», bereits angelaufen.

Der Namenswechsel erfolgt nicht ganz freiwillig. Bis anhin bezahlte Orange für die Verwendung des Firmennamens jährlich eine Lizenzgebühr von 18 bis 20 Millionen Franken ans ehemalige Mutterhaus France Télécom. Diese Ausgaben kann sich das Unternehmen von Mai an sparen - und steckt seine Energie fortan lieber in den Aufbau einer eigenen Marke.

Webseite bleibt drei Tage offline

Die Orange Centers bleiben am Freitag, dem 24. April, sowie am Samstag wegen Umbaumassnahmen den ganzen Tag geschlossen. Erst am Montagmorgen sollen die Läden in neuem Look wieder eröffnet werden. Und auch die Webseite geht nach dem Event am Donnerstag um 21 Uhr offline, was bei einigen Kunden für Verwirrung gesorgt hat.

«Ist es wirklich nötig die Homepage drei Tage lang abzuschalten?», wollte ein Nutzer wissen und vermutete, dass rein technische Probleme nicht der Grund dafür sein könnten. Orange indes verweist auf den Relaunch sämtlicher Kundenfrontends - und dies auf einer komplett neuen Domain. Das brauche seine Zeit. Alle Kunden müssen sich auf dem neuen Portal übrigens neu registrieren. Aus Datenschutzgründen, wie Orange sagt.

Salt sorgt für Spott auf Twitter

Auf Twitter hat der neue Firmenname bereits vor der offiziellen Bekanntgabe einen schweren Stand. Unzählige Wortspiele kursierten in den letzten Tagen im Internet. Anspielungen auf Redewendungen rund um das Thema Salz liessen nicht lange auf sich warten. 

Ein Student namens Alex Häusermann (@AleHaeu) twitterte, dass der Ausdruck «gesalzene Rechnung» ab heute Abend eine ganz neue Dimension bekommen werde. Andere vermuteten die Telekomfirma spiele mit Salt auf ihre Kampflust an: «Will Orange den anderen Telekom-Anbietern mit dem neuen Namen die Suppe versalzen?...», schrieb Tina Hutzli (@tina-la-royale).

Orange heisst jetzt Salt: Lesen Sie hier, was sich nun ändert.

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