Der Vermögensverwalter Partners Group hat im vergangenen Jahr erneut Umsatz und Gewinn gesteigert. Mit der angekündigten Ausschüttung einer deutlich höheren Dividende wurden die Markterwartungen übertroffen.

Ein solides Finanzergebnis über alle Bereiche hinweg habe zum Vorschlag geführt, die Dividende zu erhöhen, teilte der auf Privatmarktanlagen spezialisierte Asset Manager am Montag mit.

Die Erträge erhöhten sich im Geschäftsjahr 2018 um 7 Prozent auf 1,33 Milliarden Franken. Insbesondere die Management-Gebühren, die üblicherweise den Grossteil der Einnahmen ausmachen, stiegen stark an.

2 Prozent mehr Reingewinn

Der Betriebsgewinn (EBITDA) stieg um 7 Prozent auf 882 Millionen Franken an. Die entsprechende Marge hielt sich bei 66 Prozent. Unter dem Strich legte der Reingewinn um 2 Prozent auf 769 Millionen Franken zu. Die Aktionäre sollen in den Genuss einer Dividende in der Höhe von 22 Franken je Aktie kommen nach 19 Franken im Vorjahr.

Mit den Resultaten hat der Vermögensverwalter die Erwartungen am Markt genau erreicht beziehungsweise übertroffen. Von AWP befragte Analysten hatten im Durchschnitt Erträge in Höhe von 1,32 Milliarden Franken erwartet. Der EBITDA wurde auf 857 Millionen und der Reingewinn auf 768 Millionen geschätzt. Die Prognose für die Dividende hatte auf 20,90 Franken gelautet.

Investitionsprogramme laufen aus

Wie bereits seit Mitte Januar bekannt, sind die verwalteten Vermögen per Ende 2018 um 18 Prozent auf 72,8 Milliarden gestiegen. Zu dem Wachstum beigetragen hatten neue Kapitalzusagen in Höhe von 13,3 Milliarden Euro und damit gleich viel wie im Vorjahr.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Partners Group mit Kapitalzusagen von brutto 13 Milliarden bis 16 Milliarden Euro, wie frühere Aussagen bestätigt wurden. Zudem kalkuliert das Unternehmen mit Tail-Down-Effekten in Höhe von 6,5 Milliarden bis 7,5 Milliarden. Die höheren erwarteten Tail-Down-Effekte im Jahr 2019 führt das Management darauf zurück, dass grössere Investitionsprogramme auslaufen werden.

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Bei Partners Group ist der Grossteil der Produkte darauf ausgelegt, dass Investoren zehn bis zwölf Jahre fest investiert bleiben. Wenn ein Privatmarktprogramm ausläuft, reduzieren sich die verwalteten Vermögen schrittweise, was als Tail-Down-Effekt bezeichnet wird.

(sda/ise)