Die Aargauer SP-Politikerin Pascale Bruderer wird Teilhaberin und Verwaltungsrätin beim Zürcher Startup Crossiety. Wie viel die Ständeratin investiert hat, ist unklar. Das Unternehmen betreibt eine Online-Plattform für Gemeinden. Es beschreibt sich selbst als der «digitale Dorfplatz». 

Die frühere Nationalratspräsidentin wird ihr Mandat im Januar beginnen, wie es in einer Medienmitteilung vom Montag heisst. Im Rahmen ihrer Beteiligung werde sie, «nach Beendigung ihres politischen Amtes, ab Herbst 2019 ihre Tätigkeit als exekutive Verwaltungsrätin ausbauen».  

Bruderer soll Netzwerkerin für das Startup sein und den Kontakt zu Gemeinden, Regionen und Verbänden pflegen. «Ihre Erfahrungen nach über 20 Jahren in der Politik wird sie sehr effektiv einbringen können», heisst es im Communiqué.  

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Pilotphase 2017

«Die so wertvollen kleinen Einheiten unserer Gesellschaft sollen durch soziale Netzwerke nicht verdrängt, sondern gestärkt werden», erklärt Bruderer ihr Engagement. «Diesen Tatbeweis wollen wir erbringen.» 

Crossiety startete die Pilotphase im letzten Jahr. Seither haben sich bereits einige Deutschschweizer Gemeinden für das Jungunternehmen entschieden. Thalwil, die Sitzgemeinde der Firma, sowie Eglisau und Rüschlikon gehören zu den Pionieren im Kanton Zürich

Das SRF-Regionaljournal berichtete im Sommer über die Erfahrungen der Eglisauer mit dem «digitalen Dorfplatz». Seinerzeit erklärte der Gemeindeschreiber der Region am Rhein, wo auch Vivi Kola herkommt, dass bereits jede fünfte Person ein Profil angelegt habe. Vereine, politische Parteien und Kulturschaffende würden die Plattform zum Austausch von Informationen und als Anschlagsbrett nutzen.

(ise)