An ehrgeizigen Zielen mangelt es Thomas Wolfensberger nicht. «Wir möchten in fünf Jahren eine Projektpipeline von 1 Mrd Fr. aufbauen», sagt der 37 Jahre junge Zürcher CEO. Schaffen will er dies mit einer Firma, die sich erst 2004 auf das jetzige Geschäftsfeld fokussierte, 2007 einen Gewinn von 3,9 Mio Fr. realisierte und nun ein Projektvolumen von 365 Mio Fr. aufweist: Das Immobilienentwicklungsunternehmen Peach Property Group.

Wolfensberger will auch wissen, wo solche Volumen zu holen sind im Hochluxus-Segment. «Unsere Projekte sind unvergleichlich mit dem, was am Markt zu finden ist», sagt Wolfensberger. «Auch sehr reiche Menschen schauen auf den Preis. Aber wenn sie genau das kriegen, was sie wollen, wird eine entsprechende Summe bezahlt.» Das bestätigt Martin Hofer, Partner bei der Immobilienbewertungsfirma Wüest & Partner. «Die Preise sind mit 30000 Fr. pro m2 Wohnraum völlig irreal geworden.» Trotzdem rechnet Hofer nicht mit einem Preiseinbruch. «Solche Immobilien sind Mangelware, und die Käufer orientieren sich nicht am Markt.» Und immer mehr Leute verfügen über immer mehr Geld: Gemäss Merrill Lynch wird das Vermögen der Superreichen von 35 Billionen Dollar 2006 auf über 50 Billionen Dollar im Jahr 2011 ansteigen.

Privathafen, Poloplatz

Was «Unvergleichlichkeit» bei Peach Property bedeutet, zeigt ihr soeben fertig gestelltes Projekt «Schooren» im zürcherischen Kilchberg: Individuell ausgebaute Wohneinheiten auf 4908 m2, inklusive Privathafen, 25-m-Indoor-Pool und integriertem Fitnessbereich (Bild).Jetzt plant Wolfensberger, eine ganze Halbinsel auf Luxus zu trimmen. «Peninsula» heisst das Projekt auf dem 30000 m2 grossen Industrieareal Giessen in Wädenswil am Zürichsee. «Im Frühjahr 2009 ist voraussichtlich Baubeginn», sagt Wolfensberger. Von da an dauere die Entwicklung vier bis fünf Jahre. Dabei erledigt die Firma alles auf eigene Faust, von der Grundstückssuche bis zur Bauführung. Mit dem weitgehenden Verzicht auf jegliche Auslagerung will Wolfensberger den Gewinn jährlich im zweistelligen Prozentbereich steigern.

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Insgesamt ist Peach in sieben Bauvorhaben involviert. Nicht nur im Raum Zürich, sondern auch in anderen Destinationen des Jet sets, so Mallorca («Schooren del Mar» verfügt über einen privaten Poloplatz) und Tirol. Ebenfalls im Visier sind Portugal und Kroatien.

«Ergänzung fürs Portefeuille»

Für die hochfliegenden Wachstumspläne haben sich prominente Namen gefunden: Im Verwaltungsrat sitzen unter anderem Christian Wenger, Partner der auf Mergers spezialisierten Zürcher Anwaltskanzlei Wenger & Vieli, sowie Mobimo-Verwaltungsrat Urs Ledermann. Für die Revision zeichnet PricewaterhouseCoopers verantwortlich – nach IFRS-Standard.

Damit erfüllt Peach Property schon heute wichtige Voraussetzungen für einen Börsengang. Dazu will Wolfensberger sich heute nicht äussern. Der Peach-CEO, der selber einen Immobilienfonds verwaltete, ist aber überzeugt, dass Peach Property eine nützliche Ergänzung in einem Aktien-Portefeuille sein könnte.