2025 war für den Stadler Rail Patron Peter Spuhler (66) ein gutes Geschäftsjahr. Der Zugbauer mit Sitz in Bussnang TG konnte mit 160,6 Millionen Franken deutlich mehr Gewinn erwirtschaften als im Vorjahr. 2024 sackte der Betriebsgewinn auf 100,5 Millionen Franken ab. Auf das damalige Ergebnis drückten Unwetterkatastrophen in verschiedenen Teilen Europas: heftigen Überschwemmungen im Wallis, in Spanien und Österreich haben die Produktion in den Werken von Stadler und von wichtigen Zulieferern gestört.
Davon erholt hat sich der Ostschweizer Zugbauer immer noch nicht ganz: «Das Ergebnis 2025 wird nach wie vor durch die Folgen der Flutkatastrophe in Valencia belastet», heisst es im Communiqué zu den Jahreszahlen. Doch die Aufholmassnahmen würden erste Wirkung zeigen und hätten zu einer Verbesserung im zweiten Halbjahr geführt. «Stadler musste die betroffenen Lieferketten zum Teil neu aufbauen, alternative Bezugsquellen erschliessen sowie Produktionsprozesse anpassen», heisst es weiter. Die Folgen der Überschwemmung im an der spanischen Mittelmeerküste werden demnach bis ins Jahr 2027 spürbar sein, schreibt Stadler. Zusätzlich hätten die wirtschaftliche Situation in Deutschland und der starke Franken Spuren hinterlassen.
Der Umsatz stieg von 3,3 Milliarden Franken im Vorjahr auf 3,7 Milliarden. Und: «Bereits im laufenden Geschäftsjahr 2026 wird ein Umsatz von deutlich über 5 Milliarden Franken erwartet», schreibt Stadler weiter. «Der hohe Auftragseingang der vergangenen Jahre führt dazu, dass die Produktionsleistung und damit auch der Umsatz in den kommenden Jahren massiv ansteigen werden.» Auch beim Betriebsgewinn will das Ostschweizer Unternehmen weiter zulegen: «Wir rechnen 2026 mit einem deutlich höheren Umsatz und EBIT», lässt sich Stadler-CEO Markus Bernsteiner in der Mitteilung zitieren. Konkret wolle man die Gewinnmarge mittelfristig auf 6 bis 8 Prozent steigern, dies bei einem stabilen Umsatzniveau von über 5 Milliarden Franken.

