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Aufruhr
Prince entfernt seine Musik bei Spotify und Co.

Prince am Montreux Jazz Festival: Der US-Artist rebelliert gegen Streaming-Dienste. Keystone

Zahlreiche Künstler rebellieren gegen Streaming-Dienste. Prince ist keine Ausnahme – macht aber einen radikalen Schritt: Der US-Artist hat alle seine Titel von Spotify und Co. entfernen lassen.

Veröffentlicht am 02.07.2015

Prince hat seine Songs bei Anbietern wie Spotify löschen lassen. «Der Verleger von Prince hat alle Streaming-Dienste gebeten, sein Verzeichnis zu entfernen», heisst es auf der Spotify-Seite des Sängers. Nur der Streaming-Dienst Tidal von Jay Z führt noch Prince-Titel.

Die Gründe für den Schritt waren zunächst nicht klar. Prince hatte sich allerdings zuletzt kritisch über Musikdienste geäussert. Am vergangenen Donnerstag zitierte er etwa bei Twitter aus einem Online-Magazin: «Streaming hat den Plattenfirmen im Grunde erlaubt, sich selbst zweimal zu bezahlen, und gleichzeitig das, was sie Künstlern schulden, zu reduzieren...»

Kein Twitter, kein Facebook

Prince hat schon öfter seine Skepsis gegen Massenphänomene zum Ausdruck gebracht. So löschte er etwa vergangenen November seine Twitter- und Facebook-Konten sowie seine Youtube-Videos, nachdem er zuvor versucht hatte, seine Musik auf diesen Kanälen zu promoten.

Schon vorher profilierte er sich als Kritiker der grossen Musikkonzerne, denen er vorwirft, sich auf Kosten der Künstler zu bereichern.

(sda/ise/ama)

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