Das deutsche Fintech-Unternehmen Laterpay hat seine juristische Muttergesellschaft in die Schweiz verlegt. Das zeigen Unterlagen aus dem Handelsregister, die der «Handelszeitung» vorliegen. Die entsprechenden Schritte wurden Ende Mai vollzogen. Die Firma hat ihren operativen Hauptsitz in München.

Laterpay betreibt ein System für Mikrozahlungen und arbeitet mit grossen Verlagen wie Gruner & Jahr und DuMont zusammen. Diese setzen das System für die Online-Auftritte ihrer Zeitungen oder Zeitschriften ein. Neu an Laterpay ist, dass Konsumenten erst dann eine Rechnung erhalten, wenn sie für mehr als 5 Euro Inhalte konsumiert haben.

Bult, Sieber, Brand.

Hinter Laterpay stehen unter anderem prominente Schweizer Investoren, wie nun bekannt wird: Als Privataktionäre sind Swissgrid-Präsident Adrian Bult, Axpo-Präsident Thomas Sieber und Tamedia-Manager Christoph Brand dabei. Zusammen gehört ihnen gut ein Zehntel der Aktien. Bult ist zudem Präsident der schweizerischen Laterpay AG.

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Ebenfalls gross investiert ist die Zürcher IHAG Holding der Bührle-Familie, die rund ein Viertel der Aktien hält und selber bereits Firmen im Finanz- und Fintech-Umfeld besitzt. Basierend auf der letzten Kapitalerhöhung von Ende Mai ist Laterpay derzeit rund 36 Millionen Franken wert.

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