Die australische Fluggesellschaft Qantas ist der nächste Grosskunde für die neue Langstrecken-Variante des Airbus A321XLR. Qantas bestellte zehn Flugzeuge des Typs und wandelte 26 Orders für Maschinen aus der A320neo-Familie in das neue Modell um, wie Airbus am Mittwoch anlässlich der Pariser Luftfahrtmesse in Le Bourget mitteilte.

Der A321XLR kann längere Strecken fliegen als die gewöhnlichen A320 und A321, die für Kurz- und Mitteldistanzen gebaut sind. Qantas könne damit von Cairns nach Tokio oder von Melbourne nach Singapur fliegen, erklärte Vorstandschef Alan Joyce. «Dies verändert die Wirtschaftlichkeit vieler möglicher Strecken nach Asien.» Die A321XLR-Jets verfügen über eine Reichweite von 8700 Kilometern.

Nach Listenpreisen liegt das Volumen des Qantas-Auftrags bei mehr als einer Milliarde Euro, Fluglinien bekommen aber bei so grossen Orders normalerweise Rabatte.

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Insgesamt hat Quantas damit 109 Flugzeuge der A320-Baureihe bestellt. Die zusätzlichen Maschinen sollen von Mitte 2024 an geliefert werden. Bisher betreibt nur die Billigflug-Tochter Jetstar eine A320-Flotte, Qantas selbst nutzt das Boeing-Konkurrenzmodell 737. Joyce erklärte, Qantas werde kurz vor dem Auslieferungszeitpunkt entscheiden, ob die A321XLR zusätzlich eingesetzt werden sollen oder ältere Modelle ersetzen.

Auch Indigo greift zu

Ebenfalls am Mittwoch hat Airbus zudem einen Grossauftrag von der amerikanischen Beteiligungsgesellschaft Indigo Partners eingeheimst. Wie Indigo Partners und Airbus mitteilten, umfasst die Bestellung 50 Maschinen des Airbus A321XLR. Die Absichtserklärung beinhalte 32 Neuaufträge und 18 Umbauten von bestehenden Aufträgen der A320neo-Familie.

20 Flugzeuge würden an die ungarische Wizz Air gegeben, 18 an Frontier Airlines und zwölf an die chilenische Jetsmart. Indigo Partners hält Anteile an den drei Fluggesellschaften.

(reuters/gku)