«Neu und bunt», schreibt Rahel Walser auf Twitter - und meint damit die neuen Logos, die das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) heute vorgestellt hat. Einschneidend ist allerdings die Tatsache, dass das Kürzel DRS aus dem Namen der nationalen Radiostationen verschwindet. Ein Entscheid, der nicht überall auf Verständnis stösst: «Warum soll ich nach dreissig Jahren einen neuen komplizierten Namen lernen», fragt sich Christian Sutter auf der Facebook-Seite von DRS 3 - dem Sender also, der ab Ende 2012 künftig SRF 3 heissen soll. 

Hintergrund des Entscheids: «Nach der inhaltlichen und strukturellen Zusammenführung wird die Medienkonvergenz auch formal umgesetzt», heisst es in der offiziellen SRF-Mitteilung. «Nein», antwortet Programmchef Hansruedi Schoch im Interview mit dem Branchenportal «persoenlich.com» auf die Frage, ob es im schwer gefallen sei, das Kürzel DRS aufzugeben. «Es steht für deutsche und räteromanische Schweiz und entspricht der Realität der Angebote schon länger nicht mehr.» Zentral sei zudem nicht die Verpackung, sondern die Qualität des Inhalts.

Der Logik hinter dem Senderkürzel - von DRS zu SRF - tritt allerdings Oliver Steffen entgegen: «SRF heisst doch Schweizer Radio und Fernsehen», twittert er - «jetzt gibt es also das Radio Schweizer Radio und Fernsehen».

Deutlich emotionaler fallen die Kommentare in der Facebook-Gemeinde aus: «Never change a running system», rät Marco Christen, «schön zu sehen, wie man künstlich Kosten erzeugen kann.» Ins gleiche Horn stösst Markus A. Brotschi: «Verschlingt Unsummen, aber der Gebührenzahler zahlt.» Und Sarah Aellen bringt es auf den Punkt: «DRS 3 bleibt DRS 3.»

Anzeige

Was halten die Leserinnen von «Handelszeitung Online» vom Rebranding? Ihre Meinung auf Facebook interessiert uns.

(vst/aho)