Roche und das US-Gentechnikunternehmen Spark Therapeutics haben sich auf eine weitere Fristverlängerung bei der geplanten Übernahme geeinigt. So werde die Angebotsfrist nun erst am 3. September auslaufen, wie Roche am Mittwoch mitteilte. Ursprünglich wäre der heutige Mittwoch der Stichtag gewesen.

Roche hatte die Angebotsfrist für die mehr als 4 Milliarden Dollar schwere Übernahme bereits mehrfach verlängert. Ursprünglich hatten sich die beiden Unternehmen bereits im Februar auf die Transaktion geeinigt. Der Basler Pharmakonzern bietet den Spark-Aktionären 114 US-Dollar je Anteilsschein.

An den Bedingungen des Angebots wird auch dieses Mal nichts geändert. Einige Spark-Aktionäre haben gegen das Management des US-Unternehmens geklagt, weil sie meinen, dass die wirtschaftliche Situation von Spark in der Transaktion nicht ausreichend reflektiert sei.

Mehr Zeit

In der aktuellen Meldung begründet Roche die neuerliche Verschiebung aber vor allem mit der US-Wettbewerbsbehörde FTC und ihrem britischen Pendant, die noch mehr Zeit für eine genaue Überprüfung des Zusammenschlusses bräuchten (Lesen Sie hier die Analyse der «Handelszeitung», wieso sich Wettbewerbershüter bei der Übernahme schwer tun). Man arbeite eng mit den Behörden zusammen, erklärte Roche dazu.

Bei der Vorlage der Halbjahreszahlen vor einer Woche hatte CEO Severin Schwan noch betont, dass man auch weiterhin davon ausgehe, die Transaktion noch in diesem Jahr abzuschliessen.

Laut Mitteilung wurden Roche bislang 25,2 Prozent der Spark-Aktien angedient. Um die Übernahme abzuschliessen, ist eine Mehrheit erforderlich.

(sda/mbü)

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