Ruag hat seine Sparte Mechanical Engineering an die deutsche Berghoff verkauft. Die Übernahme erfolgt rückwirkend auf den 31. März. Aktivitäten und Arbeitsplätze am Standort in Altdorf bleiben erhalten.

Das Personal umfasst 77 Mitarbeitende und 28 Lehrlinge. Über den Preis der am Donnerstag besiegelten Transaktion vereinbarten die Partner Stillschweigen, wie 

der bundeseigene Rüstungs- und Technologiekonzern und das Familienunternehmen Berghoff heute mitteilten.

Die neu als Berghoff Mechanical Engineering firmierende ehemalige Ruag-Tochter stellt Baugruppen und Komponenten für den Maschinen- und Apparatebau, die Halbleiter- und die Windenergieindustrie her. Zu den Hauptkunden gehören der weltgrösste Chipausrüster ASML und der Technologiekonzern Siemens.

Unter die Spezialitäten der Firma in Altdorf fällt die hochpräzise Bearbeitung von Grossteilen. Diese Tätigkeit habe immer weniger Synergien zum Kerngeschäft der Ruag aufgewiesen, hiess es weiter. Ruag setze mit dem Verkauf die Fokussierung auf die Kernbereiche fort. Im Verbund mit Berghoff erreiche der Standort die kritische Grösse für den Erfolg und den internationalen Auftritt.

Gewinn sank um rund 17 Prozent

Die Berghoff-Gruppe ist den Angaben gemäss ein Familienunternehmen und wurde 1984 gegründet. Sie umfasst über 90 Beschäftigte und ist im Maschinen- und Grossmotorenbau, der Medizinaltechnik, Luft- und Raumfahrt sowie in der Getriebeindustrie tätig. Sie unterhält in Deutschland die beiden Standorte Drolshagen und Wenden und kam 2012 auf einen Umsatz von 15 Millionen Euro.

Im September hatte Ruag bereits das in Altdorf angesiedelte Beschichtungsgeschäft an die deutsche Impreglon verkauft. Auch bei dieser Transaktion übernahm die Käuferin die gut 100 Mitarbeitenden.

In der Jahresrechnung musste Ruag einen Abschreiber von 12 Millionen Franken und einen operativen Verlust von 6 Millionen auf das Geschäft verbuchen. Der Gewinn 2012 sank um gut 17 Prozent auf 81 Millionen Franken.

(tno/aho/sda)

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