1. Home
  2. Unternehmen
  3. Sarasin zurück im Geschäft mit reichen Kunden

Comeback
Sarasin zurück im Geschäft mit reichen Kunden

Vom Bankier zum Berater: Eric Gérard Sarasin (58). Keystone

Nach der Trennung von J. Safra Sarasin stösst Eric Sarasin ins Geschäftsleben zurück. Seine Partner sind die Beratungsgesellschaft Atag PCS und Pixelpark-Gründer Paulus Neef.

Von Michael Heim
am 28.09.2016

Ex-Safra-Sarasin-Banker Eric G. Sarasin (58) strebt zurück ins Geschäftsleben, wie verschiedene Handelsregister-Einträge belegen. So ist Sarasin Verwaltungsrat der im Juli gegründeten Atag Family Office AG, einer Tochtergesellschaft der Basler Beratungsgesellschaft Atag PCS.

Gemäss Firmenzweck sollen Family-Office-Dienstleistungen wie Trust-, Rechts- und Steuerberatung angeboten werden. Sarasin stösst damit zurück in die Beratung reicher Kunden. Bis vor zwei Jahren war Eric Sarasin Vize-Chef der Bank J. Safra Sarasin.

Gemeinsame Firma mit Pixelpark-Gründer Paulus Neef

Sarasin ist zudem Hauptaktionär der im September gegründeten Gambio Holding AG in Zug. Sie dient gemäss Gesellschaftszweck als Träger für Firmenbeteiligungen. Inwiefern ein Bezug zum gleichnamigen deutschen Software-Unternehmen besteht, ist unklar. Sowohl Sarasin als auch die Schweizer Geschäftsführung der Gambio Holding wollten auf Anfrage keine Fragen beantworten.

Nebst Sarasin ist an der Gambio auch der Gründer der früheren E-Commerce-Agentur Pixelpark, Paulus Neef, beteiligt. Er sorgte in Deutschland zuletzt für Schlagzeilen, weil er ein Yoga-Startup direkt von der Crowdfunding-Sammlung in die Insolvenz geführt hatte.

Stiftungsrat bei Paul Josef Jenni-Stiftung

Für sich selber hat Sarasin die E. Sarasin Consulting AG in Basel gegründet, bei der auch seine Frau mit Unterschrift eingetragen ist. Zudem wurde Sarasin im Juni in den Stiftungsrat der Paul Josef Jenni-Stiftung berufen, welche in Basel zahlreiche Immobilien besitzt und mit den Erträgen Ausbildungsbeiträge finanziert.

An seiner ersten Sitzung übernahm Ex-Bankier Sarasin denn auch gleich die Aufgabe, den bisherigen Vermögensverwalter zu überprüfen, mit dem die Stiftung offenbar nicht mehr zufrieden ist, wie aus Unterlagen im Handelsregister-Dossier hervorgeht.

Anzeige