Der Stahlproduzent Schmolz+Bickenbach hat die Ausgabepreise für die Aktien aus der geplanten Kapitalerhöhung eingeengt.

Die neuen Titel sollen zu 0,20, 0,25 oder 0,30 Franken ausgegeben werden, erklärte das Unternehmen am Montag kurz vor Beginn einer ausserordentlichen Generalversammlung, auf der die Aktionäre über die Kapitalmassnahme abstimmen sollen. Die Variante 0,15 Franken werde «aufgrund des gegenwärtigen Marktpreises» gestrichen. Die vom Handel suspendierten Aktien kosteten an der Börse zuletzt 0,22 Franken.

Der mit einer branchenweiten Nachfrageschwäche und Verlusten kämpfende Konzern aus Luzern will sein Kapital um mindestens 325 Millionen Franken aufpolstern. Diesen Betrag hat Grossaktionär Martin Haefner unter der Bedingung zugesagt, dass seine Beteiligung im Rahmen der Transaktion von derzeit 17,5 Prozent auf mindestens 37,5 Prozent steigt.

Ist eine Einigung zu finden?

Beim finanziell angeschlagenen Stahlkonzern Schmolz+Bickenbach verzögert sich der Beginn der ausserordentlichen Generalversammlung. Währenddessen versuchen die beiden rivalisierenden Hauptaktionäre, am Verhandlungstisch eine Einigung zu finden.

An der ausserordentlichen Generalversammlung von Schmolz+Bickenbach (S+B) soll über eine Kapitalerhöhung befunden werden, die zur Rettung des Unternehmens notwendig ist. Über Umfang und Form sind sich die wichtigsten Aktionäre des Unternehmens indes uneinig. Auf der einen Seite steht dabei die Bigpoint Holding unter der Kontrolle von AMAG-Besitzer Martin Häfner, auf der anderen Seite die Investitionsgesellschaft Liwet der russischen Industriellen Viktor Vekselberg.

Kurz vor 14 Uhr, als die GV hätte binnen sollen, wurde deren Beginn um 30 Minuten verschoben, eine halbe Stunde später erneut. Es liefen noch Verhandlungen zwischen den Hauptaktionären, begründete Verwaltungsratspräsident Jens Alder die Verschiebung. Alder zeigte sich dabei optimistisch, dass es bei den Gesprächen zu einem «positiven Ergebnis» kommen könnte.

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(reuters/tdr)