Der Schweizer Schraubenhersteller SFS Gruppe strebt an die Börse. Auf der Generalversammlung am 4. April sollen die bisherigen Eigentümer die notwendigen gesellschaftsrechtlichen Voraussetzungen und eine Kapitalerhöhung beschliessen, wie der Hersteller von Spezialschrauben für die Bau-, Auto- und Flugzeugindustrie am Freitag mitteilte. In den darauffolgenden zwölf Monaten soll der Börsengang dann über die Bühne gehen. Die 1928 gegründete Firma gehört den Gründerfamilien Huber und Stadler, die auch weiterhin zusammen einen Anteil von deutlich mehr als 50 Prozent halten wollen. Mit dem frischen Kapital soll der weitere Ausbau der Gruppe finanziert werden.

SFS mit Sitz in Heerbrugg im Kanton St. Gallen steigerte im vergangenen Jahr den Umsatz um knapp zwölf Prozent auf 1,33 Milliarden Franken. Der Gewinn kletterte um 18 Prozent auf 87 Millionen Franken. Schätzungen zufolge ist die Firma 1,0 bis 1,5 Milliarden Franken wert.

Wenige Börsengänge in der Schweiz

In der Schweiz haben in den vergangenen Jahren nur wenige Unternehmen den Weg an die Börse gefunden. Der erste grössere Börsengang seit sieben Jahren fand im Herbst 2013 statt. Damals verkaufte der amerikanische Mischkonzern General Electric 60 Prozent an seiner Schweizer Konsumkreditbank Cembra Money Bank für mehr als 900 Millionen Franken an der Börse. An einem Teil-Börsengang arbeitet die Thurgauer Kantonalbank. Der Kanton, der Bank zu 100 Prozent besitzt, will allerdings nur stimmrechtslose Aktien, sogenannte Partizipationsscheine (PS), verkaufen und schrittweise höchstens 20 Prozent der Bank bei Kunden und der Kantonsbevölkerung platzieren. 

(reuters/me/sim)