Eine Geschichte, die um die Welt ging: Noch im vergangenen Jahr wurde Eike Batista als reichster Brasilianer gelistet. Weltweit gab es nur sechs Männer, die noch vermögender waren. Unvermittelt kam der tiefe Fall: Binnen weniger Monate vernichtete Batista fast sein gesamtes Vermögen von rund 35 Milliarden Dollar.

Entsprechend tief gestürzt ist Brasiliens Überflieger nun in der Liste der reichsten Menschen seines Landes: Mit einem geschätzten Vermögen von 2,9 Milliarden Real (umgerechnet rund 1,2 Milliarden Dollar) listet die brasilianische Ausgabe des Investmentmagazins «Forbes» Batista heute nurmehr an Nummer 52.

Batistas Nachfolger wohnt am Zürichsee

Sein Nachfolger hatte in den vergangen zwölf Monaten deutlich mehr Fortune: Das Vermögen von Jorge Paulo Lemann schätzt «Forbes» für dieses Jahr auf über 38 Milliarden Dollar. Bereits im vergangenen Jahr stieg er im Vermögensranking des Wirtschaftsmagazins «Bilanz» zum zweitreichsten Schweizer auf – dank einer Vermögenssteigerung um nicht weniger als zehn Milliarden Franken innerhalb weniger Monate.

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Der 73-Jährige ist in der Schweiz verwurzelt: Der Sohn eines nach Brasilien ausgewanderten Käsehändlers startete seine Karriere Anfang der 1960er Jahre als Trainee bei der Credit Suisse. Seit einigen Jahren lebt Lemann den Grossteil des Jahres am Zürichsee. Nach einem Entführungsversuch auf seine Kinder Ende der 1990er Jahre entschied sich der Investor aus Angst um seine Familie zu diesem Schritt.

Bier, Burger, Ketchup als Erfolgsformel

Den steilen Vermögenssprung verdankt Lemann vor allem seiner Beteiligung von geschätzt 13 bis 15 Prozent an der Brauerei Anheuser-Busch. Zudem gehört ihm über die Beteiligungsfirma 3G Capital auch die Fastfood-Kette Burger King.

In diesem Jahr kam neben Bier und Burger auch noch Ketchup dazu: Für geschätzt 28 Milliarden Dollar beteiligte er sich an der berühmten Ketchup-Marke Heinz.