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Schweizer Modekette Companys ist pleite

Werbung von Companys: Schweizer Modekette ist Konkurs. PR

Lichterlöschen bei Companys. Die Modekette ist Konkurs, zwölf Filialen wurden in diesem Jahr bereits geschlossen. Nun ist klar, dass die neun übrigen Läden von einer dänischen Firma gekauft werden.

Veröffentlicht am 17.09.2015

Die Schweizer Modekette Companys ist pleite. Sie hat wegen hoher Schulden Insolvenz angemeldet. Zwölf Filialen wurden geschlossen. Neun Läden bleiben offen. Diese will ein dänisches Bekleidungsunternehmen übernehmen.

Über Companys wurde am Dienstag der Konkurs eröffnet, wie ein Sprecher des Konkursamtes Nidwalden auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Mehrere Medien berichteten in den vergangenen Wochen von finanziellen Schwierigkeiten des Detailhändlers.

ITS Retail betreibt neun Filialen weiter

Der Kleiderhändler machte in diesem Jahr insgesamt zwölf nicht profitable Läden dicht, wie die «Neuen Luzerner Zeitung» am Donnerstag berichtete. Das ist mehr als die Hälfte ihrer Filialen. Rund 50 Mitarbeiter verloren ihren Job. 120 Personen sollen weiterbeschäftigt werden.

Eine neue Auffanggesellschaft namens ITS Retail AG betreibt neun bisherige Companys-Filialen in Basel, Bern, Luzern, Zug, Zürich und Landquart weiter, wie es in einer Mitteilung auf der Firmenwebsite heisst. Kunden können auch weiterhin über den Companys-Online-Store im Internet einkaufen.

Geld aus Dänemark eingeschossen

Das nötige Geld für den Weiterbetrieb schoss die dänische Modegruppe DK Company ein. Der bisherige Companys-Inhaber Ivo Tschümperlin ist nicht mehr beteiligt. Er stehe der neuen Gesellschaft aber als Geschäftsführer zur Verfügung, heisst es in der Mitteilung.

Die dänischen Retter wollen auch die Auffanggesellschaft erwerben und sie in ihren Konzern integrieren, wie es der Mitteilung von Companys heisst. Die Modegruppe DK Company betreibt bereits Läden in Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland.

Companys begründet die einschneidenden Massnahmen mit dem Verhalten der Kunden. Banken- und Griechenland-Krise sowie die Aufhebung des Euro-Mindestkurses hätten die Konsumenten stark verunsichert und dem Grenz- und Internetshopping die Türen weiter geöffnet. Ein Gewinneinbruch habe eine Anpassung der Kostenstruktur unumgänglich gemacht, heisst es in der Mitteilung.

(sda/gku/mbü)
 

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