Philip Robinson (44) zieht beim Wirtschaftsprüfungsunternehmen Ernst & Young Schweiz, Zürich, neu in die Geschäftsleitung ein. Der schweizerisch-britische Doppelbürger wurde zum Leiter der Steuerberatung ernannt. Robinson arbeitet seit 1994 als Steuerberater mit Schwergewicht in der Mehrwertsteuerberatung sowie in der steuerlichen Betreuung international tätiger Unternehmungen. Er leitete bisher die Mehrwertsteuerberatung und ist beim Branchenverband Treuhand-Kammer führend in der Behandlung der anstehenden Reformen des Schweizer Mehrwertsteuersystems. Er promovierte an der Universität Zürich in Geschichte und erwarb den Abschluss eines lic. oec. an der Universität St. Gallen. Er ist zudem diplomierter Steuerexperte. Robinson folgt auf Stephan Kuhn, der bei Ernst & Young ab Neujahr die Koordination der Steuerberatung in Zentral- und Osteuropa übernimmt. Gleichzeitig übernimmt Thomas Stenz die Koordination der Transaktionsberatung in Zentral- und Osteuropa. Er bleibt daneben in der Prüfung und Beratung sowie als VR von Ernst & Young Schweiz tätig.

Roland Burger (42) aus Tafers FR wird beim Revisions-, Treuhand- und Beratungsunternehmen BDO Visura Leiter der Sparte Financial Services, die zum eigenständigen Produktbereich aufgewertet wurde. Damit nimmt Burger auch in der Geschäftsleitung Einsitz. Der diplomierte Wirtschaftsprüfer ist seit 20 Jahren in der Bankenprüfung und -beratung tätig und arbeitet seit mehreren Jahren für BDO Visura in diesem Bereich. Ebenfalls neu im Gremium ist Jean-Edgar Rodondi. Er übernimmt die Leitung der Regionaldirektion Westschweiz von René Fischer, der sich auf die Niederlassung Lausanne konzentrieren will. Fischer bleibt in der Geschäftsleitung von BDO Visura Schweiz.

Karl Kern (59), Leiter der Geschäftseinheit Poststellennetz und Mitglied der Konzernleitung der Post, tritt auf eigenen Wunsch per Ende 2006 zurück. Kern leitet seit 1999 das Poststellennetz, das jährlich 155 Mio Privatkunden und KMU bedient und als zweitgrösster Bereich der Schweizerischen Post 20000 Mitarbeitende beschäftigt. Unter der Leitung von Kern wurde das Poststellennetz von 2000 bis Ende 2004 modernisiert. Der Post-VR wird im Laufe des nächsten Jahres über die Nachfolge von Kern entscheiden.

Ani Prado ist bei BNP Paribas Securities Services (BNP Paribas) neu als Sales and Relationship Manager für die institutionellen Anleger in der Schweiz zuständigt Prado arbeitet von Zürich aus. Sie ist lokal Garrick Smith, Location Manager bei BNP Paribas Securities Services in Zürich, unterstellt und global Dietmar Roessler, Head of Institutional Investors Coverage für Deutschland, die Niederlande und die Schweiz. Prado arbeitete zuvor neun Jahre lang bei der Bank Julius Bär & Co. Dort erwarb sie umfassendes Produkt-Know-how in Bereichen wie Global Custody, Fondsverwaltung und Performancemessung. Zuletzt hatte sie die Funktion des Deputy Head of Business Development inne. Vor ihrer Tätigkeit bei der Bank Julius Bär & Co. arbeitete Prado zehn Jahre lang in verschiedenen Positionen im Wertpapier-Dienstleistungsgeschäft bei der Bank Leu in Zürich.

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Manuel Ebner wird per 1. März 2006 neuer Geschäftsleitungsvorsitzender der BZ Bank. Er ist ein Neffe von Martin Ebner, dem Hauptaktionär der Privatbank. Martin Ebner war auf Ende 2000 aus der operativen Leitung ausgeschieden. Er übergab die Führung an die Kaderangehörigen Walo Frischknecht, Alfred Böni und Ralph Stadler. Böni und Stadler gehören der Geschäftsleitung weiterhin an. Manuel Ebner verfügt über eine langjährige Erfahrung in der Unternehmensberatung, mit Schwergewicht in der Bankindustrie. Zudem leitete er während einigen Jahren zwei Unternehmen, welche in der Entwicklung von Managementsystemen für Finanzdienstleister tätig waren. Zu den Mitarbeitenden der BZ Bank zählt auch Markus Ebner, ebenfalls ein Neffe von Martin Ebner. Er ist aber nicht der Bruder von Manuel Ebner. Zu einem Wechsel kommt es auch im VR, wo Heinz Haeberli Philipp Achermann ablöst. Haeberli hatte Ende 2004 altershalber die Leitung der Wertschriftenverwalterin SIS abgegeben. Im per Ende November abgeschlossenen Geschäftsjahr 2005 erzielte die BZ Bank einen Reingewinn von 18,1 Mio Fr. Damit erreichte die Bank eine Eigenkapitalrendite von 37%.

Patrick Oberhänsli wurde von Robeco (Schweiz) AG, Zürich, zum Leiter der Sparte Institutionelle Kunden in der Schweiz ernannt. Zuvor war Oberhänsli bei der UBS-Gruppe in der Entwicklung von langfristigen institutionellen Kundenbeziehungen in der Region Mittelland tätig. Oberhänsli hat einen Abschluss der EPFL und ist Experte für Vermögensverwaltung (CFA) mit Diplom als Chartered Alternative Investment Analyst.

Sergio Ermotti (45) wurde von der italienischen Grossbank UniCredit zu ihrem neuen Chef der Sparte Grossfirmenkunden und Investmentbanking ernannt. Die Berufung des Schweizers Ermotti gelte mit sofortiger Wirkung, teilt die neue Muttergesellschaft der Münchner HVB mit. Ermotti übernimmt auf Konzernebene das Geschäft, das eigentlich für den HVB-Manager Stefan Jentzsch vorgesehen war. Der HVB-Investmentbankchef hatte aber wegen Meinungsverschiedenheiten über den künftigen Kurs des Investmentbanking im neuen Konzern gekündigt und zur Dresdner Bank gewechselt. Ermotti arbeitete früher kurz für den weltgrössten Finanzkonzern Citigroup und danach 17 Jahre lang bis 2004 für die Investmentbank Merrill Lynch.

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Markus Schwab (43) ist neuer Vorsitzender der dreiköpfigen Geschäftsleitung der Schweizerischen Depeschenagentur (SDA). Der diplomierte Wirtschaftsprüfer und Betriebsökonom Schwab leitet seit 1. Juli 2003 den Geschäftsbereich Finanzen und Administration der SDA. In dieser Funktion hat er massgeblich zur Gesundung der Unternehmungsgruppe beigetragen. Im Jahresverlauf 2005 übernahm Schwab in der SDA-Gruppe auch die Funktion als Delegierter des VR der Sportinformation AG (Si) und der News aktuell (Schweiz) AG. Dem VR der AG für Wirtschaftspublikationen (AWP) gehört er seit 2003 an.

Rolf Leutert (47) ist bei der Centris AG, dem führenden IT-Dienstleister für Kranken- und Unfallversicherer, zum neuen Präsidenten gewählt worden. Der IT-Fachmann aus Neuhausen SH trat die Nachfolge von Hans-Ueli Regius (CEO Swica) an, welcher das Unternehmen während elf Jahren als VR-Präsident führte. Nach dem Studium als Maschineningenieur und Betriebswirtschaft in Zürich und Los Angeles sammelte Leutert erste Berufspraxis in der Informatikbranche als IT-Projektleiter bei UBS und Swisslife. Als Chief Information Officer (CIO) hat Leutert die Informatik bei der Georg Fischer AG geleitet und war bei dem Schaffhauser Grosskonzern 17 Jahre in leitender Funktion tätig. Seit 2005 ist er CEO der Stationenbau-Gruppe AG in Villmergen AG. Das Solothurner Unternehmen Centris AG mit rund 130 Mitarbeitenden ist der führende Dienstleister für modulare IT-Lösungen im Schweizer Markt der Kranken- und Unfallversicherer und verwaltet die Daten von über 1,7 Mio Versicherten. Zu ihren Kunden zählen unter anderem Swica, Intras, Innova, Aquilana oder Xundheit. Die Centris erwirtschaftete 2004 einen Gesamtumsatz von 43 Mio Fr. und entwickelt zurzeit mit ihren strategischen Partnern (CSC, Cube und HP) die neue, zukunftsweisende Branchenlösung für Kranken- und Unfallversicherer: Die Swiss Health Platform, welche die heutige Kernapplikation im Jahr 2007 ablösen wird.

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Urs Sträuli, bisheriger Managing Director von Open Text Schweiz, St. Gallen, ist neu als Vice President Sales Southern Europe nebst der Schweiz und Italien auch für die Geschäfte in Frankreich, Spanien und Portugal verantwortlich. Zusätzlich geht er mit Domea Swiss Edition den Government-Markt in der Schweiz gezielter an. Hierfür wurde Moritz Schweizer als Product Manager Domea an Bord geholt.

Michel Rüfenacht (32), bisher Marketingdirektor von Avaya für die Schweiz und Österreich, ist ab sofort für das Marketing in Nord- und Osteuropa sowie die Mittelmeerregion zuständig. Rüfenacht kam vor 18 Monaten von Getronics zu Avaya. Er ist diplomierter Ingenieur im Bereich Telekommunikation und erwarb zudem einen Executive MBA der Business School Lausanne.

Christian Hunziker (40) ist von Elca, Lausanne, zum neuen Leiter Marketing & Sales für die Schweiz ernannt worden. Hunziker begann seine Karriere als Berater und Entwickler von Anwendungen in der Professional-Services Abteilung bei NCR. Anschliessend arbeitete er bei Sun Microsystems. Nach sieben Jahren verliess er das Unternehmen als Leiter Marketing, Practices and Solutions, um bei Dell in Genf die Leitung des Marketing für die Schweiz anzutreten. Hunziker hat sein Diplom in Mathematik an der ETH Zürich erworben und an der Universität St. Gallen (HSG) das Executive MBA absolviert. Er tritt die Nachfolge von Richard Schwab an, der das Unternehmen verlassen hat, um seiner Karriere eine neue Richtung zu geben. Elca ist ein unabhängiges schweizerisches Unternehmen für Software, Systemintegration und Business Consulting und beschäftigt mehr als 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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Bernd Betschmann übernahm die Leitung der Client Solutions Organisation der Sun Microsystems (Schweiz) AG. Der Nachfolger von Michael Binder, der zu Sun Deutschland wechselte, ist in dieser Funktion auch Mitglied der Geschäftsleitung. Betschmann studierte Informatik und war vor seinem Engagement bei Sun als Geschäftsleiter bei Damovo und danach bei EMC als Enterprise Sales Manager tätig. Marcel Ruf ist neu Leiter der Finance & Administration Organisation und Mitglied der Geschäftsleitung von Sun Schweiz. Sein Vorgänger Mark Faris übernimmt bei Sun die Rolle des Finance Director SEE (Southern and Eastern Europe). Ruf bringt grosse Erfahrung im Finanzwesen mit. Sein Know-how für die IT-Branche hat er sich unter anderem bei IBM und bei BMC Software erworben.

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Severin Schwan: Bei Roche neuer Leiter der Division Diagnostics

Beim Pharma- und Diagnostikkonzern Roche kommt es überraschend zu einer Veränderung im obersten Management. Heino von Prondzynski (59) gibt die Leitung der Division Diagnostics ab und wird im Lauf des Jahres 2006 aus dem Unternehmen ausscheiden. Prondzynski wolle sich künftig persönlichen Interessen widmen, so die Begründung in der Roche-Mitteilung. Der Deutsche leitete die Division gut fünf Jahre. Sein Nachfolger wird auf Anfang 2006 Severin Schwan (38). Der Österreicher ist derzeit Leiter der Region Asien-Pazifik in der Diagnostics-Division; er wird mit seinem neuen Posten auch Mitglied der Konzernleitung. Das Diagnostik-Geschäft hat sich zuletzt deutlich weniger dynamisch entwickelt als die wesentlich grössere Pharma-Sparte. In den ersten neun Monaten 2005 stieg Roches Diagnostics-Umsatz nur um 4% auf 6 Mrd Fr. Im gleichen Zeitraum wuchs der Pharma-Bereich um 22% auf 19,43 Mrd Fr. Auch bei der Gewinnmarge hinkt die Diagnostics-Division hinterher. Wie Roche weiter informiert, erhält der VR prominenten Zuwachs. Beatrice Weder di Mauro, Wirtschaftsweise in Deutschland, soll die Nachfolge von Vizepräsident Rolf Hänggi antreten. Die gebürtige Baslerin wurde letztes Jahr als erste Frau in den Sachverständigenrat der deutschen Regierung gewählt. An der GV am 27. Februar 2006 kandidieren zudem Nestlé-Konzernchef Peter Brabeck, DeAnne Julius und Horst Teltschik für eine weitere Amtsdauer von drei Jahren.

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Inga Kristine Beale: Neue Converium-Konzernchefin

Beim krisengeschüttelten Rückversicherer Converium übernimmt eine Frau die Leitung. Die Britin Inga Kristine Beale (42) ist zur neuen Konzernchefin ernannt worden. Sie löst Anfang 2006 Terry Clarke (64) ab, der den Konzern durch eine turbulente Zeit geführt hat. Es sei das Ziel des VR, Converium gemeinsam mit Beale in absehbarer Zeit wieder zu einem führenden Rückversicherer zu machen, wird VR-Präsident Peter Colombo zitiert. Beale ist derzeit Chefin der GE Frankona Rückversicherungs-AG in München. Frankona ist Teil der GE Insurance Solutions, deren weltweites Geschäft ausserhalb der USA Mitte November von Swiss Re übernommen wurde. Clarke hat die operative Führung bei Converium im Februar 2005 interimistisch übernommen, nachdem der damalige Konzernchef Dirk Lohmann den Hut nehmen musste. Clarke, zugleich VR-Mitglied von Converium, hatte den Konzern in ruhigere Bahnen geführt. Dass Clarke die Konzernleitung nur für eine beschränkte Zeit übernehmen würde, war Beobachtern schon bei seinem Amtsantritt klar. Clarke war eigentlich schon seit 2001 pensioniert.