Donald T. Nicolaisen (61) soll an der GV vom 20. April 2006 in den VR der Zurich Financial Services (Zurich) gewählt werden. Nicolaisen ist vor kurzem als Chief Accountant der amerikanischen Wertschriften- und Börsenaufsichtsbehörde (US Securities and Exchanges Commission ­ SEC) in den Ruhestand getreten.

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Martin Scholl (44), zuletzt als Mitglied der Konzernleitung der Walter Meier Holding (WMH) verantwortlich für den Bereich Air Conditioning, verlässt nach 12-jähriger Tätigkeit den Zürcher Technologie-Konzern per 31. Dezember 2005. Ab 1. Januar 2006 wirkt Scholl neu als Unternehmensleiter der Sabag AG in Biel. Diese gehört zur Sabag-Gruppe, welche schweizweit im Baufachhandel tätig ist. Die Gruppe unter der Leitung von CEO Hanspeter Jordi erwirtschaftet als Familienunternehmen mit 600 Mitarbeitenden einen konsolidierten Umsatz von 350 Mio Fr. Scholls Aufgaben in der Konzernsparte WMH Heating werden von Konzernchef Hans-Peter Diener übernommen. Die Konzernleitung soll aber im kommenden Jahr mit einem neuen Mitglied verstärkt werden.


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Urs Alder (47), Leiter Corporate Human Resources, wird per Anfang 2006 Mitglied der Konzernleitung der Huber+Suhner AG. Damit werde die strategische Bedeutung des Personalmanagements weiter gestärkt und die bisher fünfköpfige Konzernleitung auf sechs Mitglieder erweitert, teilt der Komponentenhersteller mit. Alder ist seit 1991 für die Gesellschaft tätig, seit Mai 2003 als Leiter Human Resources für die gesamte Gruppe. Er begann seine berufliche Laufbahn bei der Swissair in Zürich.

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Harry Hohmeister (41), in der Geschäftsleitung zuständig für das Netzwerk und die Ertragssteuerung, übernimmt bei Swiss ab Januar 2006 zusätzlich die Leitung des Vertriebs und wird somit Chief Network and Distribution Officer. Die Flugplangestaltung, Ertrags- und Vertriebssteuerung werden zusammengeführt, was eine flexible und schnelle Abstimmung des Angebots ermöglicht. Hohmeister leitet seit Januar 2005 die Division Netzwerk bei der Lufthansa-Tochter und wird ab Januar 2006 zusätzlich die Verantwortung für die Distribution übernehmen. Er übernimmt diese Aufgabe von CEO Christoph Franz, der diese Aufgabe bisher in Personalunion wahrgenommen hat. Die drei Verkaufschefs für die Bereiche Schweiz (Rudolf Schumacher), Europa (Alexander Arafa) und Interkontinental (Marcel Biedermann) rapportieren direkt an den neuen Chief Network and Distribution Officer.

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Georg L. Redlhammer (39), der bisherige Marketing-Direktor der Volvo Automobile (Schweiz) AG, übernimmt mit sofortiger Wirkung auch das Ressort Public Affairs für den schwedischen Automobilkonzern in der Schweiz. Der gebürtige Österreicher hatte im Mai 2002 die Stelle als Marketingdirektor der Volvo Automobile (Schweiz) AG angenommen. Zuvor war er bei Porsche Austria GmbH Marketingleiter für Audi in Österreich. Sein neuer Verantwortungsbereich umfasst nun neben dem Marketing (Kommunikation, Produkt, Event) auch die Pressearbeit und den Bereich Sponsoring für Volvo Automobile in der Schweiz, der interimistisch seit August 2005 vom neuen Managing Director Peter Rask (41) direkt verantwortet wurde. Die bisherige PR-Managerin Pia Unternährer-Sergi ging in Mutterschaftsurlaub.

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Milena Pohl Adler (37) verstärkt in Zürich das Team von Euroforum Handelszeitung Konferenz AG als Sales Manager Sponsoring & Exhibition. Zuvor war die dipl. Touristikkauffrau und Marketingplanerin bei Odette AG und BTI Kuoni Event Solutions als Event- und Incentives-Managerin tätig.

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Marco Gadola (42, Bild) wird Chief Financial Officer und Executive Vice President, Finance Division, von Straumann, einem der weltweit führenden Unternehmen im Bereich des implantatgestützten Zahnersatzes und der oralen Geweberegeneration. Gadola gilt als erfahrene Führungspersönlichkeit mit internationalem Leistungsausweis in den Bereichen Finanzen, Verwaltung und Supply-Chain-Management. Er wechselt vom internationalen Schweizer Nahrungsmittelkonzern Hero, für welchen er seit 2001 die Position des Gruppen-CFO innegehabt hat, zu Straumann. Bei Hero war Gadola für die Bereiche Finanzen, Informationstechnologie und Logistik verantwortlich. Zudem war er mit der finanziellen und kommerziellen Verantwortung für mehrere Hero-Konzerngesellschaften betraut, darunter für Hero Schweiz und Hero Italien. Die Hero-Gruppe erzielte 2004 einen Umsatz von 1,35 Mrd Fr. und beschäftigt 3500 Mitarbeitende. Davor war Gadola neun Jahre lang bei Hilti beschäftigt. Hier hatte er mehrere Geschäfts- und Finanzpositionen in verschiedenen Ländern inne, etwa als Vice President of Corporate Audit und CFO der lateinamerikanischen, US-amerikanischen und deutschen Hilti-Gesellschaften. Vor seiner Zeit bei Hilti war Gadola bei Sandoz International AG als Audit Manager und beim Schweizerischen Bankverein, Basel, im Bereich Corporate Finance tätig. Gadola wird seine neue Position im Juni 2006 als Nachfolger von Martin Gertsch antreten, der Straumann Ende Januar 2006 verlässt.

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Wechsel der Woche:Bruno Borremans

EMC Computer Systems Der neue Managing Director für die Schweiz wäre gerne ein grosser Künstler, ist süchtig nach der Wüste und schwärmt von seinem VR-Vorsitzenden.

Warum wechseln Sie den Job?

- Ein Wechsel eröffnet neue Perspektiven, man bleibt flexibel und offen für Neues. Deshalb suchte ich nach sieben Jahren in Belgien innerhalb der EMC eine neue Herausforderung.

Wie wichtig ist Ihnen die eigene Karriere?

-Sie ist mir sehr wichtig. Ich versuche jedoch, meine privaten und beruflichen Aktivitäten im Gleichgewicht zu halten ­ ein ausgewogenes Leben ist mir sehr wesentlich.

Welche Ziele haben Sie sich gesetzt?

- Ich möchte meine neue Herausforderung erfolgreich angehen und gute Beziehungen zu den Mitarbeitern von EMC Schweiz, den Kunden und Partnern knüpfen. EMC Schweiz hat viel zu unserem positiven Gesamtergebnis beigetragen. Damit wir weiterhin lokal investieren können, ist es jedoch sehr wichtig, dass wir mit EMC Schweiz weiter wachsen.

Waren Sie ein guter Schüler?

- Meine Eltern haben sich nie beschwert! Ich kann mich glücklich schätzen, dass ich Eltern habe, die ihre Kinder begleiteten und ihnen die Möglichkeiten boten, in einem von Arbeit, Ausbildung und Liebe geprägten Umfeld aufzuwachsen.

Wo haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

- Im Rahmen eines Studentenaustauschprogrammes arbeitete ich während der Sommerferien in einem schwedischen Stahlunternehmen.

Wer ist Ihr Vorbild?

- Es ist schwierig, nur eine Person zu nennen, denn man bereichert sein Leben durch Offenheit und Kontakte mit verschiedenen Personen. Ich hatte das Glück, in meiner Karriere von guten Managern umgeben zu sein, die bereit waren, mir ihr Wissen zu vermitteln.

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Ihre Lebensphilosophie?

- «Sage, was du machst und mache, was du sagst!» Es ist sehr wichtig im Leben, dass man nicht nur Vertrauen zu anderen Personen entwickelt, sondern auch persönlich ein gutes Gefühl hat bei dem, was man unternimmt.

Was würden Sie gerne erfinden?

- Eine Welt mit mehr Respekt für die Mitmenschen.

Welche Managementleistung bewundern Sie?

- Wie unser CEO und VR-Vorsitzender Joe Tucci erfolgreich EMC neu erfunden hat und EMC wieder als eines der angesehensten Unternehmen der Branche positionieren konnte. Diese Geschichte wird sehr gut im Buch «Confronting Reality: Doing What Matters to Get Things Right» von Larry Bossidy und Ram Charan beschrieben.

Was ist Ihnen peinlich?

- Für mich als Teamplayer ist es sehr wichtig, dass alle an einem Strick ziehen. Deshalb ist mir der Konsens innerhalb des Teams sehr wichtig. Erreiche ich den Konsens nicht, ist es zwar nicht peinlich, aber es stört mich.

Was bringt Sie in den siebten Himmel?

- Beruflich, wenn ein Kunde oder ein Partner mich anruft, um mir seine Anerkennung für eine Arbeit mitzuteilen, die ein Mitarbeiter aus meinem Team geleistet hat. Persönlich bin im am glücklichsten, wenn ich an all die guten Momente denke, die noch in meinem Leben auf mich zukommen.

Welches ist das schönste Kompliment, das Ihnen gemacht wurde?

- Ein Hobby von mir ist malen. Es ist immer ein schönes Kompliment, wenn eines meiner Bilder gefällt.

Was macht Sie süchtig?

- Die Wüste! Alle zwei Jahre bereise ich eine der Wüsten der Welt. Ich bin süchtig nach der aussergewöhnlichen Ruhe, dem Licht sowie der Ausstrahlung der Leute. Der Aufenthalt in der Wüste ist eine Zeit, um sich selber wahrzunehmen.

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Wie wohnen Sie?

- Gemütlich und mit einer grossen Küche, da ich liebend gerne koche. Ich benötige Raum für meine Hobbys.

Ihr Lieblingsspruch zum Thema Geld?

- Geld zu haben ist nicht unwichtig, aber Geld allein macht nicht glücklich.

Was war Ihr grösster Erfolg?

- Meine Verlobte zu überzeugen, mich nächstes Jahr zu heiraten.

Ihr dramatischste Fehlentscheidung?

- Sie nicht schon früher gefragt zu haben!

Welche Fähigkeiten hätten Sie gerne?

- Ich wäre gerne ein grosser Künstler, so wie zum Beispiel der Fotograf Robert Doisneau oder der Bildhauer Alberto Giacometti.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit am liebsten?

- Unter der Woche lese ich viel, am Wochenende koche ich gerne für Freunde und Bekannte oder fotografiere und zeichne.


Steckbrief:

Name: Bruno Borremans
Geboren: 25. September 1962
Zivilstand: Ledig
Wohnort: Zürich
Ausbildung: Haute Ecole Economique et Technique, Brüssel, Belgien
Bisherige Funktion: Managing Director EMC Belgien, Brüssel
Neue Funktion: Managing Director EMC Computer Systems AG, Zürich

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Rudolf Dellenbach: Neuer Direktionspräsident der AKB

Von der ZKB zur AKB: Rudolf Dellenbach (54) wird neuer Direktionspräsident der aargauischen Kantonalbank (AKB). Er folgt auf Urs Grätzer, der im Spätsommer 2006 in Pension geht. Der Bankrat der AKB wählte Dellenbach nach dreimonatiger, breit angelegter Evaluation. Er trete voraussichtlich im kommenden Juli in die Bank ein und übernehme den Vorsitz der Geschäftsleitung im September, heisst es aus Aarau. Dellenbach ist seit 1977 bei der Zürcher Kantonalbank in verschiedenen Funktionen tätig. Derzeit ist er Regionalleiter Zürich-Ost mit 19 Direktunterstellten und rund 350 Mitarbeitenden. Der in den Ruhestand tretende Grätzer stand seit zehn Jahren an der AKB-Spitze. In dieser Zeit hat die Bank ihre Bilanz parktisch verdoppelt und den Reingewinn mehr als versechsfacht. Die AKB ist mit einer Bilanzsumme von rund 15,5 Mrd Fr. sechstgrösste Kantonalbank.

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