Bruno Gehrig (59), Swiss-Life-Präsident, wird erster Präsident der künftigen Swiss Luftfahrtstiftung. Der VR der Swiss hat insgesamt fünf Mitglieder in das neue Gremium gewählt. Als Vertreter des Bundes wird Raymond Cron, Direktor des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL), Einsitz nehmen. Die Interessen des Kantons Zürich werden vom Zürcher Universitätsprofessor Conrad Meyer vertreten. Die weiteren Mitglieder sind der St. Galler Tourismusexperte Thomas Bieger und Swiss-Vizepräsident Claudio Generali. Gehrig war Professor an der Universität St. Gallen und in den Jahren von 1996 bis 2003 Mitglied des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Die Swiss Luftfahrtsstiftung soll die Entwicklung des Luftverkehrs und der dazugehörenden Infrastruktur in der Schweiz «fördernd begleiten». Sie soll sich zudem bei der Integration der Swiss in den deutschen Lufthansa Airline-Verbund für die Berücksichtigung der Schweizer Interessen einsetzen. Die Stiftung darf sich «in allgemeiner Form» öffentlich zu Fragen des Luftverkehrs in der Schweiz äussern und kann zudem dem Swiss-Management wie dem Lufthansa-Vorstand unverbindliche und vertrauliche Empfehlungen abgeben.

Bruno Ehrler (37) ist zum neuen Generaldirektor des Touring-Clubs der Schweiz (TCS) ernannt worden. Der Ökonom aus Biel tritt am TCS-Hauptsitz in Genf die Nachfolge von Josef Andres an, der den TCS Ende letzten Jahres verlassen hatte. Ehrler wird sein Amt am 1. Dezember 2005 übernehmen. Mit der Nachfolgeregelung wird Edgar Schorderet, der im Oktober 2004 ad interim die Funktion des operativen Leiters des TCS wahrgenommen hatte, sich auf sein Mandat als Zentralpräsident konzentrieren können.

Giovanni Ardemagni (46) ist neuer Verkaufschef von DPD (Schweiz) AG. Zuvor war der gebürtige Tessiner 15 Jahre lang bei DHL Ticino als Verkäufer, Verkaufschef und Global Account Manager Textil tätig gewesen, dann als CEO von Swiss Post International Italien (2000 bis 2002). Seit Dezember 2005 ist er Verkaufschef DPD (Schweiz) AG. Zusammen mit Marc Hasler (36), dem neuen Marketing-Chef von DPD (Schweiz) AG, soll er die Position des Paketdienstleisters als Nummer 1 der Privatanbieter im Heimmarkt festigen. Hasler, dipl. Betriebsökonom FH/MBA, war bisher Leiter Verkauf und Marketing Waser Büro, Buchs ZH.

Pol Kenens (47) nimmt Einsitz in der Geschäftsleitung der VP Bank, Vaduz. Der Belgier war bisher Leiter Private Banking. Sein neues Amt tritt er Anfang 2006 an. Per Ende Jahr aus der Geschäftsleitung ausscheiden wird Hans Gerner. Das Gremium wird danach neu mit drei Mitgliedern besetzt. Yves de Vos wird dabei als Vorsitzender amtieren. Das dritte Mitglied der Geschäftsleitung nebst de Vos und Kenens ist noch nicht bekannt.

Maurizio L. Conti (40) wurde von Business Objects, der Anbieterin von Business-Intelligence-(BI)-Lösungen, zum Country Manager Schweiz ernannt. Conti leitet die Schweizer Niederlassung bereits seit dem 1. Oktober 2002, bis anhin in der Funktion eines Sales Director. Bevor Conti zu Business Objects gestossen ist, war er mehrere Jahre bei Computer Associates als Sales Manager Schweiz tätig. Davor war er als Manager Services Division bei der Blue Chips AG und als stellvertretender Informatik-Leiter bei der Confiserie Sprüngli engagiert.

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Markus Troxler übernimmt per 1. August 2005 die Geschäftsführung der Edorex Informatik AG mit Sitz in Rechthalten FR. Troxler war bisher für Ascom, Fujitsu-Siemens und Delec tätig. Heinz Knöpfli übernimmt das Präsidium im VR von Firmengründer Marcel Bächler. Zusätzlich wird sich Knöpfli vermehrt der strategischen Planung und dem Aufbau von ergänzenden Geschäftsbereichen annehmen. Bächler bleibt Mitglied des VR. Die bisherigen Mitglieder der Geschäftsleitung, Elmar Isler (Administration, Personal), Beat Muster (Marketing, Innovation) und Thomas Tribelhorn (Verkauf), behalten ihre Zuständigkeitsbereiche.

Sandro Gerber (37) wurde von Alex & Gross, Lead-Management-Spezialist für die ICT-Branche, zum Organisationsleiter (Chief Operating Officer, COO) der neuen Niederlassung in Zürich-Wallisellen ernannt. Berufliche Stationen des gelernten Diplom-Kaufmannes Gerber waren unter anderem Swisscom, Alcatel und zuletzt Cablecom; hier war er knapp drei Jahre lang in der Geschäftsleitung für den Geschäftsbereich Partner Group & Wholesale verantwortlich. Alex & Gross hatte die Schweizer Niederlassung im Januar 2005 eröffnet, um der wachsenden Nachfrage der Kunden nach einer professionellen Bearbeitung des Schweizer Marktes Rechnung zu tragen.

Beat Sidler (42) tritt bei Chocolats Halba, dem Coop-Produktionsunternehmen für Schokoladeprodukte in Wallisellen, am 1. November 2005 die Nachfolge von Felix Ruckstuhl an. Sidler, lic. iur. HSG, war in verschiedenen Managementfunktionen in der Konsumgüterindustrie tätig, zuletzt als Geschäftsführer der Gaba GmbH Deutschland und Mitglied der internationalen Gruppenleitung der Gaba-Gruppe. Der in Pension gehende Geschäftsleiter Ruckstuhl führte das Unternehmen während 18 Jahren. Einen Wechsel gibt es auch bei Panofina. Die Coop-Grossbäckerei Panofina, ebenfalls in Wallisellen, wird per 1. Januar 2006 mit dem bisherigen Spartenleiter Hanspeter Köppel in die Logistikregion Zentralschweiz Zürich unter der Leitung von Rolf Müller integriert. Ruckstuhl leitete auch die Panofina, dies während 23 Jahren.

Michael Gassler (41) und Stefan Erhart (38) werden auf den 1. August 2005 zu Managing-Partnern bei Exxtra Kommunikation in Zürich befördert. Gemeinsam mit Dieter Hofmann (54) tragen sie die operative Verantwortung für die Agentur. Die Gesamtverantwortung für die AY&R-Gruppe Schweiz liegt bei Edgar C. Britschgi als Chairman und CEO. Felix Kündig ist CFO. Gassler arbeitete von Juni 1999 bis August 2002 als Group Account Director bei Advico Young & Rubicam. Zuvor war er in der Werbeleitung einer grossen internationalen Versicherung tätig. Erhart arbeitet seit 15 Jahren bei der Advico-Young & Rubicam-Gruppe. Seit November 2002 ist er Client Service Director bei Exxtra und leitet gemeinsam mit Gassler Planung und Beratung. Hofmann ist Gründungspartner von Exxtra Kommunikation und leitet seit 1999 die Kreation der Agentur.

Markus Bieri (39) soll als Geschäftsleiter die Führung und den weiteren Ausbau von Publiconnect, der Key-Account-Unternehmenseinheit von Publicitas (Bereich PubliPresse) für die Vermarktung von Rubrikenwerbung in Print- und/oder Online-Medien, übernehmen. Bieri wird zu einem noch zu bestimmenden Zeitpunkt im Laufe der zweiten Jahreshälfte neu zur Gruppe stossen. Bieri, lic. rer. pol., begann seine berufliche Laufbahn in der Unternehmensberatung bei PricewaterhouseCoopers. Von 1997 bis 2001 nahm er verschiedene Managementfunktionen in den Bereichen Marketing und Verkauf bei der Swisscom im In- und Ausland wahr. Seit September 2001 ist er CEO der TopJobsScout24, der Schweizer Marktführerin für Online-Rekrutierung. In seiner neuen Funktion bei Publicitas wird Bieri Andreas Göldi ablösen, der das Projekt Publiconnect von Anfang an, mit der Lancierung am 2. Mai 2005, geleitet hat. Wie Göldi bereits zu Beginn des Projektes angekündigt hatte, wird er ab Ende Jahr eine Weiterbildung absolvieren.

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Jörg Schlatter (39) wurde zum Leiter des Document Competence Centers von Lanier Schweiz, Horgen, ernannt. Heinz Viktor Nedok (44) stösst neu zu Lanier und übernimmt die ehemalige Position von Schlatter als Verkaufsleiter für die Gebiete Zürich, Ostschweiz, Innerschweiz, Graubünden und Tessin. Schlatter ist seit 2003 für Lanier tätig; er ist eidg. dipl. Organisator. Nedok wechselt innerhalb der Branche zu Lanier.


Heinz Baum: Löst bei der Warenhauskette Loeb Denis Vaucher ab

Nach knapp 14 Monaten ist das Engagement bereits Vergangenheit: Denis Vaucher (39) ist als Konzernchef der Berner Warenhauskette Loeb zurückgetreten. Den CEO-Posten übernimmt per 1. Oktober 2005 der bisherige Direktor der Lipo Möbelposten AG, Heinz Baum (55). Grund für das Ausscheiden Vauchers sind unterschiedliche Auffassungen bezüglich der weiteren Entwicklung des Warenhausgeschäftes. Vaucher trat Ende Mai 2004 an die Spitze der Loeb AG; er will sich nun im Sportmanagement selbstständig machen. Nach dem Weggang Vauchers sei kein abrupter Strategiewechsel zu erwarten, so Loeb-Sprecherin Madeleine Elmer. Zu den weiteren Zukunftsplänen des Unternehmens will sich Elmer aber noch nicht äussern. Noch sei vieles in Planung, so zum Beispiel der Umbau des Berner Hauptgeschäfts. Planmässig voran gehen laut Elmer die Schliessungen und Umnutzungen verschiedener Loeb-Filialen. In dieser Frage hätten sich die Auffassungen von Vaucher und VR gedeckt. Die Berner Warenhausgruppe Loeb weist für das Geschäftsjahr 2004/05 bei gesunkenem Umsatz einen Verlust von 2,7 Mio Fr. aus. Gründe sind das tiefere Finanzergebnis und Restrukturierungskosten von 10,3 Mio Fr. Der neue Loeb-CEO Baum verfügt über eine breite Erfahrung im Detailhandel. Nach mehrjähriger Tätigkeit bei Migros Waadt, Innovation Lausanne und als regionaler Verkaufschef der Genossenschaft Migros Bern war er während drei Jahren Geschäftsführer der Interdiscount AG. Nach deren Übernahme durch Coop wechselte Blum 1999 auf eigenen Wunsch zur Lipo Möbelposten AG, die er aktuell als Direktor des Gesamtunternehmens führt.

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Christof Buri: Neuer CEO der LINK-Gruppe, Luzern

Nach einer Einarbeitungszeit übernimmt er per Anfang 2006 die operative Leitung der Gruppe: Christof Buri (42), bisher Leiter Marketing Wealth Management Switzerland bei der UBS, ist neuer CEO der Marktforschungsgruppe LINK, Luzern. Der Unternehmensgründer und heutige CEO, Josef Stofer, wird sich ab diesem Zeitpunkt auf das Präsidium des VR konzentrieren und der Gruppe auch in Zukunft beratend zur Seite stehen. Die operative Leitung der LINK Schweiz bleibt weiterhin bei Damian Schnyder von Wartensee. Buri wird sich als CEO auf die Führung der Gesamtorganisation, auf verschiedene Grossprojekte sowie auf die Konsolidierung und den weiteren Ausbau des nationalen und internationalen Geschäfts der LINK-Gruppe konzentrieren. Buri war nach seinem Studium mehrere Jahre lang vornehmlich im Bereich der politischen und der Sozialforschung tätig. In den letzten zwölf Jahren war er bei der UBS für die Marktforschung und verschiedene Marketingbereiche zuständig. In seiner Funktion als Leiter Marketing Wealth Management Schweiz, die er seit 2002 bekleidete, hatte er die Gesamtverantwortung für alle Marketingkommunikations-Aktivitäten, Werbekampagnen und Kundenpublikationen für private Anlegerinnen und Anleger in der Schweiz. LINK, 1981 gegründet, beschäftigt über 100 Mitarbeitende und über 1000 freiberuflich tätige Personen. Sie ist mit Standorten in Luzern, Zürich, Lausanne, Frankfurt am Main, Barcelona, Madrid und Milano vertreten. Als Nummer 2 in der Schweiz erzielte sie im Jahr 2004 einen Gesamtumsatz von 41,1 Mio Fr.


Wechsel der Woche: Martin Rohner, Max Havelaar-Stiftung

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Der neue Geschäftsführer verdiente sein erstes Geld im Hafen von Birsfelden, liebt Kaffee mit Schokolade und schwärmt vom Segeltörn mit Freunden.

Weshalb wechseln Sie den Job? Weil ich mir davon eine neue Herausforderung verspreche.

Wie sind Sie zu Ihrem Job gekommen? Klassisch, ich habe mich auf ein Stelleninserat beworben, das ich besonders interessant fand.

Wie wichtig ist Ihnen die eigene Karriere? Meine Arbeit soll meinen Fähigkeiten und Interessen entsprechen und mir Freude bereiten.

Welche Ziele haben Sie sich gesetzt? Ein Gleichgewicht zu finden zwischen dem raschen Wachstum der Fair-Trade-Produkte aus benachteiligten Regionen und der Wahrung der Integrität und Qualität, welche die Konsumentinnen und Konsumenten mit Recht vom Max-Havelaar-Label erwarten.

Waren Sie ein guter Schüler? In der Regel ja.

Wo haben Sie Ihr erstes Geld verdient? Vor 24 Jahren in einem Lagerhaus im Hafen Birsfelden beim Ausladen der ankommenden Waren.

Wer ist Ihr Vorbild? In manchen Perioden meines Lebens hatte ich Vorbilder, sie waren jedoch nicht unbedingt berühmt, standen aber mit beiden Füssen auf dem Boden und hatten eine positive Einstellung zum Leben.

Ihre Lebensphilosophie? Das Leben mit Anstand zu verbringen und sich dabei selber nicht allzu ernst nehmen.

Was würden Sie gerne erfinden? Einen Tag mit mehr als 24 Stunden.

Wie bilden Sie sich weiter? Mit Studium von Fachliteratur und Austausch darüber mit Kollegen und Freunden vom Fach; zudem habe ich mir vorgenommen, noch mehr Zeitung zu lesen.

Welche Managementleistung bewundern Sie? Unternehmerinnen und Unternehmer, die mit ihrer Vision nicht nur sich und anderen ein Auskommen ermöglichen, sondern damit auch positive gesellschaftliche Werte setzen.

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Was ist Ihnen peinlich? Jemanden unbeabsichtigt zu verletzen ­ und dies erst noch zu spät zu bemerken.

Was bringt Sie in den siebten Himmel? Ein Segeltörn mit guten Freunden und dem richtigen Wind.

Welches ist das schönste Kompliment, das Ihnen gemacht wurde? Das behalte ich für mich.

Was macht Sie süchtig? Kaffee mit Schokolade - deshalb ja Max Havelaar!

Wie wohnen Sie? In einer Stadtwohnung mit Aussicht auf einen Park.

Ihr Lieblingsspruch zum Thema Geld? Geld allein macht nicht glücklich, aber es beruhigt; ein banaler Spruch, aber leider wahr.

Was war Ihr grösster Erfolg? Meine amerikanische Frau von den Vorteilen der Schweiz zu überzeugen.

Ihre dramatischste Fehlentscheidung? Glücklicherweise habe ich nur dumme, ärgerliche oder unangenehme Fehlentscheidungen getroffen, aber keine dramatischen.

Welche Fähigkeiten hätten Sie gerne? Ein besseres Gedächtnis.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit am liebsten? Zeit mit der Familie daheim oder in der Natur verbringen.


Steckbrief

Name: Martin Rohner
Geboren: 17. Januar 1966
Zivilstand: Verheiratet, zwei Kinder
Wohnort: Basel
Ausbildung: HG Basel / lic.oec. HSG / M. Phil. Cambridge, UK
Bisherige Funktion: Leiter Ressort Multilaterale Finanzinstitutionen, Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), Bern
Neue Funktion: Geschäftsleiter Max Havelaar-Stiftung (Schweiz), Basel