Die UBS baut die Risikokontrolle weiter aus. Die Schweizer Grossbank will den Personalbestand im Bereich Compliance and Operational Risk Control um bis zu 350 Mitarbeiter aufstocken, wie einer internen Mitteilung zu entnehmen ist. Damit dürfte die UBS in dem Bereich in zwei bis drei Jahren insgesamt rund 1500 Personen beschäftigen.

Die Stellen sollen in Nashville in den USA sowie im polnischen Krakau angesiedelt sein. Der Bereich überwache vorerst vor allem das Verhalten der eigenen Mitarbeiter und kümmere sich um die Bekämpfung von Finanzkriminalität. Zuvor hatte bereits die «Neue Zürcher Zeitung» (Artikel online nicht verfügbar) über den Ausbau berichtet.

Skandale fördern Compliance-Aufbau

Colin Bell leitet die Compliance-Abteilung der UBS. Vor der Finanzkrise wurde der Einheit wenig Bedeutung geschenkt, heute geniesst das Einhalten regulatorischer und bankinterner Vorschriften höchste Priorität.

Fehlverhalten kann eine Bank sehr teuer zu stehen kommen. Das musste die UBS verschiedentlich erfahren. Im November erschütterte der schwerste Manipulationsfall aller Zeiten die Glaubwürdigkeit der UBS.

(reuters/ise/ama)

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