Kurz vor Mittag bildet sich in Basel neuerdings eine kleine Karawane. Von den Helvetia-Türmen aus machen sich Angestellte des Versicherers Helvetia Baloise auf den Weg zur 500 Meter entfernten Kantine der Baloise. Nicht als Zeichen der Verbundenheit. Sondern weil dort besseres Essen ausgegeben wird. Für die Verpflegung sei bei der Baloise mehr Geld ausgegeben worden als bei der Helvetia, verrät eine Insiderin. Details wie dieses fallen plötzlich auf.
Mit der Fusion von Helvetia und Baloise läuft einer der grössten Zusammenschlüsse der Schweizer Firmengeschichte. Es entsteht ein Versicherer mit weltweit 22'000 Angestellten und einer führenden Rolle im Schweizer Versicherungsmarkt. Weil – anders als bei der Notübernahme der Credit Suisse – eine «Fusion unter Gleichen» angekündigt wurde, wird genau hingeschaut: Welche Teams überleben, welche Büros werden geschlossen, und auf wessen Strukturen wird die «neue Helvetia» aufgebaut? Noch ist vieles unklar. Recherchen zeigen aber, wohin die Reise geht.

