Dem in Zürich gegründeten Startup Getyourguide wird schon länger nachgesagt, es könnte zum nächsten Unicorn avancieren. Über die Reiseplattform lassen sich weltweit Tickets für Touristenattraktionen wie Museen und Sehenswürdigkeiten buchen. Anscheinend haben nun auch namhafte Investoren das Potenzial des in Zürich und Berlin beheimateten Startups erkannt. 

Laut des deutschen Startup-Portals «Gründerszene» will der japanische Tech-Investor Softbank bei Getyourguide einsteigen. Die Verhandlungen seien weit fortgeschritten, heisst es auf dem Portal. Bereits im November berichtete das deutsche «Manager Magazin», dass Softbank Interesse an Getyourguide bekundet habe. 

Berlin ist Hauptstandort

Dabei bezeichnet «Gründerszene» das Startup als «Berliner Reiseplattform». Getyourguide wurde jedoch 2009 von Johannes Reck und Tao Tao in Zürich gestartet. 2011 zog das Unternehmen mit einem Grossteil der Belegschaft nach Berlin. In einem Interview mit der «Handelszeitung» sagt Co-Gründer Johannes Reck, die Schweiz habe als Startup-Standort zwar aufgeholt, aber Berlin bleibe Hauptstandort für Getyourguide. Man wolle dort in den nächsten Jahren rund 200 neue Arbeitsplätze schaffen, sagte Reck. 

Die Höhe der Finanzierungsrunde mit Vision Fund ist nicht bekannt. Allerdings steckt der Fund in den meisten Fällen mindestens 100 Millionen Dollar in ein Unternehmen. So hat Softbank im vergangenen Jahr bereits rund 450 Millionen Dollar in Auto1 investiert. Das Berliner Startup ist innerhalb von nur fünf Jahren zum grössten Gebrauchtwagen-Händler Europas aufgestiegen. Die Bewertung liegt bei rund drei Milliarden Euro. 

Schweizer Unicorn?

Die Bewertung von Getyourguide bei dem möglichen Deal mit Softbank soll bei mehr als einer Milliarde Dollar liegen, heisst es von Szenekennern. Vor noch einem Jahr stiegen Investoren bei einer Runde mit rund 75 Millionen Dollar bei Getyourguide ein. Insgesamt hat das Startup bisher rund 170 Millionen Dollar eingesammelt und beschäftigt mittlerweile über 400 Mitarbeiter in Berlin und Zürich

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