Die Sommerferien stehen vor der Tür und das Fernweh plagt viele Reiselustige. Die Kosten für die Urlaubsträume dürften aber in diesem Jahr laut dem Chef des Berner Reiseunternehmens Globetrotter um bis zu 20 Prozent steigen.

Dies sei indes nicht die Schuld der Reisebüros, betonte Globetrotter-Chef Chef André Lüthi in einem Interview mit «Blick». Viel eher werde das Reisen teurer, «weil die Leistungserbringer an den Preisen schrauben». Da die Preise für Rohstoffe und Lieferketten steigen, klettern auch die Kosten von Mietwagen, Hotels und Flügen: «Im Moment ist alles bis zu 20 Prozent teurer als noch vor Corona,» erklärte Lüthi am Montag gegenüber der Zeitung.

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Andre Luethi, CEO Globetrotter, in the office of Globetrotter in Bern, Switzerland, on June 1, 2015. (KEYSTONE/Gaetan Bally)Andre Luethi, CEO Globetrotter, im Globetrotter-Buero in Bern, am 1. Juni 2015. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Chef des Reiseunternehmens Globetrotter, André Lüthi. 

Quelle: Keystone

Das Unternehmen rechne aktuell mit einem Umsatz von 60 bis 70 Prozent der Erlöse von vor der Corona-Krise. Generell sei daher davon auszugehen, dass die Reisebüro-Branche auch 2022 nochmals rote Zahlen schreiben werde.

Zudem seien für das aktuell immer noch etwas zurückhaltende Buchungsverhalten der Reisewilligen nicht das Preisniveau, sondern eher die geopolitische Lage und die noch in vielen Ländern geltenden Corona-Restriktionen verantwortlich: «Alle Russlandreise-Spezialisten leiden enorm, und auch nach Rumänien, Tschechien oder Bulgarien will im Moment niemand reisen», sagte Lüthi.

(awp/tdr)

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