Der Mischkonzern HNA Group soll den Verkauf von SR Technics prüfen. Dies meldet «Bloomberg», wobei sich die Agentur auf «vertraute Personen» beziehungsweise «people familiar with the matter» beruft. Die Gruppe aus der chinesischen Tropeninsel Hainan habe für das Verkaufsprojekt einen Berater engagiert.

HNA hält seit 2016 einen Anteil von 80 Prozent am Schweizer Flugzeugwartungs-Unternehmen; die restlichen 20 Prozent liegen beim Staatsfonds von Abu Dhabi. Zugleich besitzt HNA mit Gategroup und Swissport zwei weitere ehemalige Swissair-Tochtergesellschaften – bei denen das Konglomerat laut früheren Meldungen ebenfalls den Exit anstrebt.

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Letztes Jahr plante HNA, Gategroup und Swissport an die Börse zu bringen, blies dann aber das Projekt im Frühjahr ab.

Weniger Deutsche Bank

HNA ist vor allem im Tourismus und im Airline-Zuliefergeschäft aktiv und gilt als kritisch verschuldet. Letzte Woche hatte der Mischkonzern seine Anteile an der Deutschen Bank reduziert und Aktien im Wert von gut 400 Millionen Franken verkauft. 

Laut den anonymen «Bloomberg»-Quellen rechnet HNA mit einem Erlös von bis zu 1 Milliarde US-Dollar aus dem Verkauf von SR Technics. Das Geschäft der Schweizer Wartungsspezialisten könnte dadurch belastet sein, dass ihre Kunden – die Fluggesellschaften – einem zunehmenden Druck ausgesetzt sind, sagte eine der befragten Personen. Es sei noch keine endgültige Entscheidung getroffen worden, und HNA könne sich noch für andere Optionen für SR Technics entscheiden oder seine Beteiligung an dem Unternehmen behalten. Vertreter von HNA und SR Technics lehnten eine Stellungnahme ab.

(Bloomberg/rap)