Stadler Rail hat heute den Kotierungsprospekt veröffentlicht, das Bookbuilding-Verfahren beginnt am kommenden Montag. Ausgegeben werden 40,25 Millionen Aktien.

Das Basisangebot besteht aus bis zu 35 Millionen bestehenden Aktien aus dem Besitz von Peter Spuhler. Den federführenden Banken wurde zudem eine Mehrzuteilungsoption von bis zu 5,25 Millionen bestehenden Aktien eingeräumt, was 15 Prozent des Basisangebots entspricht.

1,4 Milliarden für Peter Spuhler

Die Preisspanne für den Angebotspreis wurde auf 33 bis 41 Franken pro Aktie festgelegt, was einem Platzierungsvolumen von rund 1,155 bis 1,435 Milliarden Franken im Basisangebot und einer Marktkapitalisierung von rund 3,3 Milliarden bis 4,1 Milliarden Franken entspricht.

Das heisst auch: Peter Spuhler fliessen mit dem Börsengang gegen 1,4 Milliarden Franken zu.

Börsen-Auftritt am 12. April

Der Streubesitz von Stadler beträgt voraussichtlich bis zu 38,16 Prozent vor Ausübung der Mehrzuteilungsoption (und bis zu 43,41 Prozent, falls die Mehrzuteilungsoption vollständig ausgeübt wird). Die Kotierung der Aktien von Stadler und der erste Handelstag an der SIX Swiss Exchange werden voraussichtlich am oder um den 12. April 2019 stattfinden.

Peter Spuhler werde Stadler nach dem Börsengang sowohl als grösster Aktionär als auch in seiner Funktion als exekutiver Verwaltungsratspräsident langfristig verbunden bleiben.

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Stadler Rail: Erwartungen 2019 und 2020

  • Zum Kotierungsprospekt für den Börsengang meldet das Thurgauer Unternehmen, dass man für 2019 einen stabilen Auftragseingang erwartet – also auf dem Niveau von 4,4 Milliarden Franken des letzten Jahres. Der  Nettoumsatz könnte rund 3,5 Milliarden erreichen; davon seien gut 95 Prozent durch bestehende Aufträge gesichert. Die eine stabile Ebit-Marge solle stabil bleiben; sie lag letztes Jahr bei 7,5 Prozent. Man strebe an, für 2019 mindestens 120 Millionen Franken an Dividenden auszuschütten.
  • Für 2020 rechnet Stadler mit einem Umsatz von rund vier Milliarden Franken, von dem rund 80 Prozent durch bestehende Aufträge gesichert sind. Die Ebit-Marge werde voraussichtlich innerhalb der mittelfristig angestrebten Zielspanne von 8 bis 9 Prozent liegen.
  • Für die Jahre nach 2020 strebt Stadler an, das Nettoumsatzniveau von vier Milliarden Franken zu festigen und von dort im mittleren einstelligen Prozentbereich weiter zu wachsen.

(rap)