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Veruntreuung
Star-Banker aus Genf unter Betrugsverdacht

Tatort Genf: Star-Banker aus der Rhône-Stadt im Visier der Justiz. (Bild: Keystone)

In der Genfer Bankenszene rumort es: Die Vermögensverwaltung «Hottinger & Partner» hat gegen einen Co-Gründer Strafanzeige eingereicht. Er soll Gelder in dreistelliger Millionenhöhe veruntreut haben.

Veröffentlicht am 10.02.2013

Der Genfer Star-Banker Fabien Gaglio steht unter Betrugsverdacht. Die Vermögensverwaltung Hottinger & Partners SA (HPSA), bei der Gaglio bis vor kurzem als Co-Gründer und Partner figurierte, hat Strafanzeige gegen ihren Mitarbeiter eingereicht, wie das Unternehmen Recherchen der «Sonntagszeitung» bestätigte. Gaglio steht unter Verdacht, Gelder seiner Kunden veruntreut zu haben.

Laut Informationen von finews.ch könnte der Gesamtschaden die Summe von 100 Millionen Franken übersteigen.  Der Verdächtigte ist Verwaltungsrat der 2004 lancierten HPSA. Wie die «Sonntagszeitung» meldet, soll das Unternehmen selber Strafanzeige gegen Gaglio eingereicht haben. Derzeit ist der Franzose mit Wohnsitz London noch als Mitglied des Verwaltungsrates eingetragen.

Laut «Sonntagszeitung» könnten einzelne Kunden einen Schaden im Bereich von 10 Millionen Franken erlitten haben. Gaglio sei bei HPSA vor einem Monat entlassen worden. Er habe sich selber den Genfer Justizbehörden gestellt, nachdem seine Arbeitgeberin Strafanzeige gegen ihn eingereicht hatte. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

«HPSA ist das Hauptopfer»

«HPSA ist der Kläger und das Hauptopfer der potenziell illegalen Handlungen von Fabien Gaglio», kommentierte das Unternehmen gegenüber der «Sonntagszeitung».

Laut Informationen von finews.ch ist die  Website von Hottinger et Partners ist inzwischen abgeschaltet.

(tke/chb)

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