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Telekommunikation
Sunrise droht Prepaid-Marke Lebara zu verlieren

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Hauptsitz in Zürich Keystone

Der Markenvertrag von Sunrise läuft Ende Jahr aus. Palmarium, der neue Lebara-Eigner, könnte sich vorstellen, das Prepaid-Geschäft in der Schweiz wieder selber zu betreiben.

Von Sven Millischer
2017-09-20

Der börsenkotierte Telekomkonzern Sunrise droht, seine Prepaid-Marke Lebara Mobile zu verlieren. «Der Vertrag von Lebara mit Sunrise läuft Ende Jahr aus», sagt Patrick Wild von Palmarium. Das Schweizer Family Office Palmarium hat kürzlich die britische Lebara Group übernommen, die seit 2013 Sunrise im Franchise-Modell die Prepaid-Marke zu Verfügung stellt. Man werde in den nächsten Wochen mit Sunrise über das «Brand License Agreement» verhandeln, so Wild, könne sich aber auch vorstellen, «das Geschäft wieder selber zu betreiben». Lebara weiss, wie es geht: Vor dem Sunrise-Deal 2013 war der Ethno-Telco der grösste unabhängige Prepaid-Anbieter der Schweiz.

Expats aus dem Ölgeschäft

Allerdings hat das Geschäft mit Sprach- und Datenvolumen die besten Tage hinter sich. 2016 schrieb die Sunrise-Tochter YOL Communications, zu der auch die Lebara-Franchise gehört, bei einem Umsatz von 53 Millionen Franken einen operativen Verlust von 1,8 Millionen Franken. Inzwischen hat Sunrise die YOL-Tochter in den Konzern fusioniert.

Hinter Palmarium steht das Privatvermögen von Raphael Auerbach und Suzanei Archer. Die beiden schwerreichen Expats haben ihr Geld in der Öl- und Gasindustrie gemacht und diversifizieren nun unter anderem in die Telekom-Industrie.

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