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Uhren
Swatch kündigt Verträge mit Gübelin

Nick Hayek: Weg mit vielen Gübelin-Aufträgen.   Keystone

Der Uhrenhändler Gübelin verliert sieben Marken des Swatch-Konzerns. Die Betroffenen in Luzern sind konsterniert, der weltgrösste Uhrenkonzern hat bisher zur Kündigung keine Stellung bezogen.

Von Markus Köchli
am 20.08.2014

Gübelin, mit einem geschätzten Umsatz von 250 Millionen Franken hinter Branchenleader Bucherer die Nummer zwei im Handel mit Uhren und Schmuck in der Schweiz, wird ab Januar 2015 von der Swatch-Gruppe mit zwei Ausnahmen nicht mehr beliefert.

Betroffen sind die Schweizer Standorte in Luzern (Hauptsitz), Basel, Bern, Genf, Lugano, St. Moritz und Zürich. Wegfallen werden die sieben Swatch-Marken Breguet, Blancpain, Omega, Longines, Rado, Mido und Tissot. Weitergeführt werden die Verträge mit den kleineren Swatch-Brands Glashütte Original sowie Calvin Klein.

Entscheidende Umsatzbringer

Für das Familienunternehmen, das in diesem Jahr sein 160-jähriges Bestehen feiert und in sechster Generation von Raphael Gübelin geleitet wird, brechen damit im 31-teiligen Markenportefeuille entscheidende Umsatzbringer sowie Kundenmagnete wie Omega, Longines, Tissot weg. Grob geschätzt wird Gübelin 30 Prozent seines Uhrenumsatzes verlieren, respektive mit anderen, eventuell neuen Marken ab Januar 2015 kompensieren müssen.

Verträge immer erfüllt

Zu den Hintergründen der durch Swatch initiierten Auflösung der langjährigen Geschäftsbeziehung äussert sich der weltgrösste Uhrenkonzern nicht. Raphael Gübelin bestätigt die Trennung, ohne auf Details und Hintergrund einzugehen: «Die Geschäftsleitung von Gübelin bedauert diesen Entscheid. Die Zusammenarbeit mit den einzelnen Marken wurde als konstruktiv und positiv betrachtet. Die vertraglichen Abmachungen wurden zu jeder Zeit vollumfänglich erfüllt.»

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