Die Swatch Group zieht ihre Steuersparfirma aus Madeira ab und verlagert sie in die Schweiz. «Es ist richtig, dass alle Aktivitäten der Swatch Group Europa - Sociedade Unipessoal zusammengefasst und in der Schweiz weitergeführt werden», bestätigt Sprecherin Beatrice Howald der «Handelszeitung». Die Strukturanpassungen seien im Gang.

Über die portugiesische Insel im Atlantik wickelte Swatch bisher den Grossteil des Europa-Geschäfts ab - absolut steuerfrei. Swatch war deshalb bis anhin mit fast 600 Millionen Euro auch der zweitgrösste Exporteur Madeiras.

Der Abzug aus der Oase kommt nicht von ungefähr. Ende Jahr laufen die Steuervorteile aus. Ab 2012 müssen Madeira-Firmen 4 Prozent Steuern zahlen. Und bald noch mehr. Die EU will das Tiefsteuerregime ganz eliminieren und hat im Hilfspaket für das Schuldenland Portugal bereits Massnahmen eingebaut, um dieses Ziel zu erreichen. Seit Januar suchte Swatch darum nach Alternativen.

(Autorin: Benita Vogel)