Vor rund anderthalb Jahren war Swiss-Express gestartet. Per Mitte November stellt Eurobus den Betrieb seiner sechs Fernbusse wieder ein. Vorerst – wie es in einer Mitteilung heisst – denn die Idee vom «Schweizer Fernbus» verfolgt das Unternehmen weiter.

Zwar seien die Kunden zufrieden gewesen und die Zahl der Passagiere auch gestiegen, doch unter dem Strich hatten sich die Betreiber wohl mehr erwartet. Nun hat das Bundesamt für Verkehr (BAV) der Betriebseinstellung zugestimmt. Damit erlischt auch die Konzession.

«Damit der Fernbus in der Schweiz seine Rolle als sinnvolle Ergänzung des öffentlichen Verkehrs finden kann, ist eine Gesetzgebung und Auslegungspraxis erforderlich, welche berücksichtigt, dass der Bus schnell und flexibel auf die effektive Nachfrage reagieren kann», sagt Eurobus-Geschäftsführer Roger Müri.

So habe das Unternehmen etwa Teilstrecken und Fahrpläne nicht an die geringe Nachfrage anpassen können. Zudem plante Eurobus Nacht- und Frühanbindungen an verschiedene Flughäfen, doch auch diese seien bis heute noch nicht entschieden worden.

Das Unternehmen ist weiterhin von der Idee des Fernbusses in der Schweiz als Ergänzung zum Zugverkehr überzeugt. Dazu müssten jedoch erst die gesetzlichen Rahmenbedingungen stimmen.

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Den betroffenen Mitarbeitern versucht Eurobus innerhalb der Gruppe «eine Lösung» anbieten zu können. 

(mlo)