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Unverhofft
Swiss Re: Weniger Schäden, mehr Gewinn

Swiss Re: Der Rückversicherer profitiert von weniger Schäden.  Bloomberg

Der Rückversicherer Swiss Re hat dank geringer Schadenlast überraschend mehr verdient als ein Jahr zuvor. Geholfen hat auch, dass Rückstellungen für Steuern aufgelöst werden konnten.

Veröffentlicht am 07.11.2014

Der Rückversicherer Swiss Re hat im dritten Quartal 2014 das Geschäftsvolumen gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich gesteigert und einen Gewinnsprung erzielt. Zum Ergebnis hätten alle Geschäftseinheiten beigetragen, teilt der Rückversicherer am Freitag mit. Vor allem aber habe das starke Ergebnis des Bereichs Property & Casualty (P&C) infolge einer geringeren Belastung durch Naturkatastrophenschäden den deutlichen Gewinnanstieg ermöglicht.

Die in der Berichtsperiode verdienten Prämien und Gebühreneinnahmen stiegen um gut 11 Prozent auf 8,31 Milliarden US-Dollar. Das Konzernergebnis wird mit 1,23 Milliarden (VJ 1,07 Milliarden), das Ergebnis je Aktie mit 3,59 US-Dollar (3,12) in der Vorjahresperiode ausgewiesen.

Weniger Naturkatastrophenschäden

P&C erzielte so in der Berichtsperiode mit verdienten Prämien von 4,31 Milliarden US-Dollar (3,95 Milliarden) im Vorjahr ein Ergebnis von 842 Millionen (784 Millionen). Der Schaden-Kosten-Satz (Combined Ratio, CR) lag bei 76,7 Prozent und fiel damit um 4,9 Prozentpunkte (PP) besser aus als in der Vergleichsperiode.

Naturkatastrophenschäden hätten die Schaden-Kosten-Satz im dritten Quartal um 3,0 PP geschmälert. In «normalen» Jahren liege der Wert bei 11,8 PP, so eine Präsentation. Darüber hinaus habe die Auflösung von Rückstellungen für Geschäfte aus früheren Jahren die CR mit 2,2 PP positiv beeinflusst. Im Vorjahresquartal betrug dieser Beitrag allerdings 9,0 PP. Bereinigt sei die CR auf 87,7 Prozent zu stehen gekommen.

Hohe Eigenkapitalrendite

Das Life & Health-Geschäft kam auf Prämien und Gebühreneinnahmen von 2,87 Milliarden US-Dollar und erwirtschaftete einen Gewinn von 160 Millionen. Im Vorjahr waren es 2,45 Milliarden bzw. 35 Millionen gewesen.

In der Bilanz erreichte das Eigenkapital per Ende September 33,62 Milliarden gegenüber 33,6 Milliarden zur Jahresmitte bzw. 33,0 Milliarden per Ende 2013. Daraus errechnet sich eine EK-Rendite von 14,8 Prozent auf Jahresbasis; zum Halbjahr betrug diese 12,6 Prozent, im zweiten Quartal 9,7 Prozent und im Vorjahresquartal 14,3 Prozent

Vorgaben übertroffen

Swiss Re hat mit den Kennzahlen die Vorgaben der Analysten deutlich übertroffen. Das Geschäftsvolumen wurde auf 8,08 Milliarden geschätzt, das Reinergebnis auf 920 Millionen und die Combined Ratio im P&C-Geschäft auf 88,2 Prozent. Das Eigenkapital schliesslich wurde bei 33,99 Milliarden erwartet.

Swiss Re sei auf Kurs, die Finanzziele für die Periode 2011 bis 2015 zu erreichen, hiess es weiter. Dies sind eine Eigenkapitalrendite, die die Rendite der 5-jährigen US-Staatsanleihen um 700 Basispunkte übertrifft, sowie ein jährliches Wachstum des Gewinns je Aktie und des ökonomischen Eigenkapitals pro Aktie (plus Dividende) um rund 10 Prozent. Auch soll die reguläre Dividende stetig erhöht werden.

(awp/ise/gku)

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