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Zukunft
Amazon plant gigantischen Bienenstock für Drohnen

Pakete will der Onlinehändler künftig ohne viel menschliches Zutun ausliefern. Dafür hat Amazon ein Patent für einen Drohnenturm angemeldet, der an einen Science-Fiction-Film erinnert.

Von Gabriel Knupfer
2017-06-28

Amazon ist schon lange ein Pionier der Automatisierung. In Zukunft wird dabei insbesondere der Einsatz von Drohnen für die Auslieferung eine grosse Rolle spielen. Doch logistisch sind die unbemannten Fluggeräte für den Onlinehändler keine einfache Sache. Die meisten Lieferzentren sind heute riesige, eingeschossige Hallen weit aussen in den Vororten der Metropolen. Das soll sich laut dem neuen Patent ändern.

«Die bisherigen Standorte sind für Grossstädte nicht zweckmässig», schreibt Amazon im Patentantrag. «Mit Lieferzentren in den Innenstädten können Waren künftig schneller ausgeliefert werden.» Natürlich müssen diese Lieferzentren mit kleineren Grundstückflächen auskommen – und werden deshalb in die Höhe wachsen. Für Drohnenauslieferung ist dies aber mehr ein Vorteil als Nachteil.

Blaupause für Drohnenflughafen

Ob Amazon die bienenstockartigen Türme jemals bauen wird, steht noch in den Sternen. Doch die Skizzen im 22-seitigen Antrag zeigen, wie Drohnenflughäfen der Zukunft aussehen könnten. Die Fluggeräte werden im Innern des Turmes beladen – von Robotern oder Menschen – und starten von zahlreichen Plattformen auf verschiedenen Ebenen. Mit dem höheren Startpunkt sinkt der Energieverbrauch der Drohnen, was eine höhere Nutzlast ermöglicht.

Problematisch sind die mögliche Lärmbelastung und die Absturzgefahr in dicht bewohnten Gebieten. In einer gleichzeitigen Patentanmeldung hat Amazon aber Pläne für leisere Rotoren gesichert. Zudem könnten die Drohnen laut Amazon mit mehreren Ersatzmotoren und -Rotoren ausgestattet werden, die im Falle eines technischen Defekts das Absturzrisiko minimieren würden, berichtet das Technikportal The Verge.

Amazon meldet immer mehr Patente an

Amazon hat sich in den letzten Jahren zu einem Meister der Patentanmeldungen entwickelt, schreibt der Amazon-Watchblog. Nach 39 Anmeldungen im Jahr 2014 und 52 im 2015 waren es im vergangenen Jahr schon 72 eingereichte Patente. Und 2017 soll diese Zahl noch höher ausfallen. Der Onlinehändler will offenbar auch an dieser Front mitreden, wie wir künftig leben und konsumieren werden.

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