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Kartellverfahren: Google kommt mit blauem Auge davon

Googles Data Center in Dallas: Der Konzern hat in den USA keine anderen Seiten bei der Suche benachteiligt. (Bild: Keystone)

Google muss Konkurrenten Zugriff auf Smartphone- und Tablet-Technologien seiner Tochter Motorola gewähren. Bei der Internetsuche gibt es jedoch Entwarnung für den Konzern - zumindest in den USA.

Veröffentlicht am 03.01.2013

Google ist in einem viel beachteten US-Kartellverfahren mit einem blauem Auge davongekommen. Zwar muss der Internetkonzern im Rahmen einer Übereinkunft mit der Wettbewerbsbehörde FTC seinen Konkurrenten den Zugriff auf grundlegende Smartphone- und Tablet-Technologien seiner Tochter Motorola gewähren.

Zudem sollen Werbetreibende mehr Freiheiten bei ihren Online-Kampagnen bekommen. Doch den schwerwiegendsten Vorwurf, Google habe andere Websites bei der Internetsuche zugunsten eigener Dienste benachteiligt, liess die FTC fallen.

«Die von Google gemachten Zugeständnisse stellen sicher, dass Konsumenten weiterhin die Vorteile eines Wettbewerbs im Online- und Mobilfunkmarkt geniessen können», erklärte FTC-Chef Jon Leibowitz in Washington. Google-Chefjustiziar David Drummond schrieb im Firmenblog, die Einstellung des Wettbewerbsverfahrens lasse nur einen Schluss zu: «Googles Dienste sind gut für die Nutzer und gut für den Wettbewerb.»

Ausgang in der EU noch offen

Die «New York Times» sprach von einem «grossen Sieg» des Suchmaschinen-Primus. Eine Wettbewerbsklage mit möglichen massiven Auflagen war der Alptraum von Google. Jedoch hatte sich bereits in den vergangenen Wochen abgezeichnet, dass es nicht dazu kommen würde.

Noch offen ist jedoch der Ausgang eines ähnlichen Verfahrens vor der EU-Kommission als oberstem europäischen Kartellwächter. Auch hier steht der Vorwurf im Raum, Google habe in seiner führenden Internet-Suchmaschine Konkurrenten benachteiligt.

(tno/awp)

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