Glencore hat einen prominenten Kunden gewonnen: Tesla lässt sich vom Zuger Rohstoffkonzern mit Kobalt beliefern. Der US-Autokonzern wird das Edelmetall in seinen neuen Fabriken in China und Deutschland verwenden, wie die «Financial Times» erfahren hat. Weder Glencore noch Tesla bestätigen der «FT» den Deal. Er umfasst die Lieferung von bis zu 6000 Tonnen Kobalt pro Jahr.

Glencore ist weltgrösster Hersteller von Kobalt. Das Edelmetall wird unter anderem für Elektobatterien verwendet, die in Smartphones und Elektroautos zum Einsatz kommen. Die grössten Vorkommen befinden sich in der Demokratischen Republik Kongo (DRC) – und von dort aus wird Glencore den neuen Kunden auch beliefern.

Für Glencore kommt der Deal zur richtigen Zeit, denn der Preis für Kobalt ist in den letzten zwei Jahren um rund zwei Drittel gesunken. Zuvor war der Preis allerdings massiv gestiegen.

In der Vergangenheit kam es bei der Förderung von Kobalt in der Demokratischen Republik Kongo zu verschiedenen Skandalen. Die Regierung von Ex-Staatschef Joseph Kabila galt als korrupt und bestechungsanfällig. Nichtregierungsorganisationen deckten verschiedene Fälle von Kinderarbeit auf, es kam zu massiver Umweltverschmutzung. Glencore hält sich in seinen Minen in der DRC nach eigenen Angaben an hohe ethische und ökologische Standards.

(mbü)