Die französisch-schweizerische Bahngesellschaft TGV Lyria investiert über eine halbe Milliarde Franken in die Erneuerung ihres Angebots. Das Geld will sie mit mehr Passagieren und Produktivitätsverbesserungen wieder hereinholen.

Ab dem 15. Dezember erhöht TGV Lyria ihr Sitzplatzangebot bekanntlich um 30 Prozent auf ihren Verbindungen zwischen der Schweiz und Paris (ab Genf, Lausanne, Basel und Zürich). Die Flotte wird mit 15 Doppelstöcker-Zügen erneuert.

«Unsere Strategie fusst auf folgender Überlegung: Die Zahl der Passagiere soll durch diese Massnahmen so stark steigen, dass wir mit dem höheren Betriebsgewinn die Kosten für die neuen Züge amortisieren können», sagte Generaldirektor Fabien Soulet am Freitag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP.

Die Gesellschaft, die zu 74 Prozent der französischen Bahn SNCF und zu 26 Prozent der SBB gehört, hat in der Vergangenheit dreimal so viele Verluste wie ihre beiden Aktionäre verzeichnet. Die Situation hat sich allerdings deutlich verbessert, nachdem TGV Lyria unrentable Verbindungen gestrichen hat. Neben Paris gibt es mit Marseille (von Genf aus) nur noch eine weitere Destination, wobei diese nur in den Sommermonaten geführt wird.

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Die Kosten sinken

Dank einem neuen Wartungssystem kann TGV Lyria laut dem Geschäftsführer rund 30 Prozent einsparen. Mit Hilfe der auf Bahnsysteme spezialisierten Beratungsfirma SMA und der EPFL will das Unternehmen zudem seine Produktivität weiter verbessern.

TGV Lyria hält laut eigenen Angaben einen Marktanteil von über 50 Prozent im Personentransport zwischen der Schweiz und Paris. Der Anteil soll nun auch steigen, indem vermehrt Passagiere vom Flugzeug auf den Zug umsteigen.

(awp/tdr)