Donald Trump (79) hat wieder in den Angriffsmodus geschaltet. Die neuen Opfer: JP Morgan Chase und CEO Jamie Dimon (69). So verklagt der US-Präsident die US-Grossbank und deren Chef auf 5 Milliarden Dollar, wie zuerst der US-Sender Fox News berichtet hat. Der Vorwurf: Die Bank soll 2021 die Kundenbeziehung zu Trump und mit ihm verbundenen Firmen zu Unrecht beendet haben. Die Klage eingereicht hat Trumps Anwalt Alejandro Brito am Donnerstag beim Bezirksgericht von Miami in Florida.
«Er hat mir mein Konto gekündigt», sagte Trump am WEF gegenüber einem Journalisten von CNBC, als dieser ihn auf den CEO von JP Morgan Chase ansprach. «Jamie Dimon darf nicht tun, was er getan hat.» Der US-Präsident sprach dabei von «Debanking». Davon ist die Rede, wenn Banken Kundenkonten ohne Not kündigen. Ähnlich hat sich Trump schon früher geäussert und dabei mit einer Klage gedroht. Der Drohung hat er nun Taten folgen lassen.
Kontoauflösung erfolgte nach Sturm aufs Kapitol
Die Konten aufgelöst hatte die Grossbank einige Wochen nach dem Sturm auf das US-Kapitol in Washington vom 6. Januar 2021. Mitte Februar informierte JP Morgan Chase Trump und mehrere seiner Unternehmen, dass man die Kundenbeziehung im April einstellen werde. Im November 2020 hatte Trump die Präsidentschaftswahl gegen Joe Biden (83) verloren. Darum wirft der Republikaner JP Morgan Chase vor, aus politischen Motiven gehandelt zu haben.
Die Bank weist den Vorwurf als unbegründet zurück. «Wir schliessen keine Konten aus politischen oder religiösen Gründen, sondern weil sie ein rechtliches oder regulatorisches Risiko darstellen», sagte ein Sprecher gegenüber dem TV-Sender Fox News. Man bedauere die Klage von Trump.

