Es ist schon seit Jahren so: Deutschland ist für Schweizer Banken ein kleines Amerika. Einerseits kann man schwerlich darauf verzichten, andererseits kommt man selbst nach jahrelangem Strampeln nicht auf einen grünen Zweig.

Ein aktuelles Beispiel bietet die UBS: Im letzten Jahr schrieb die Schweizer Grossbank in Deutschland ein Minus von 31,85 Millionen Euro. Es war der sechste Deutschland-Verlust hintereinander.

Dies eruierte die «Börsen-Zeitung» (Paywall) nach der Veröffentlichung des Jahresberichts von UBS Europe im deutschen «Bundesanzeiger». Im Vorjahr hatte das Minus 31,7 Millionen Euro betragen, es blieb also fast unverändert.

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Im Deutschland-Abschluss  stecken allerdings Kosten, die der Frankfurter Sitz für UBS Europe trägt, andererseits fliessen dort die Treasury-Resultate ausländischer Niederlassungen hinein. Rechnet man diese beiden Aspekte heraus, so bleibt für UBS in Deutschland ein Vorsteuerplus von 3,2 Millionen Euro. 

Die Bemühungen der UBS, das Deutschlandgeschäft profitabel zu machen, würden «in der Branche aufmerksam verfolgt», meint die «Börsen-Zeitung»: «Dort ist es ein offenes Geheimnis, dass die UBS in Deutschland im Investment Banking schwarze Zahlen schreibt, während das Wealthmanagement-Geschäft defizitär arbeitet.»

Neugeld unter Plan

Im Wealth Management flossen der UBS in Deutschland letztes Jahr 2,2 Milliarden Euro an Net New Money zu. Insgesamt erreichte UBS Europe Zuflüsse von 5,2  Milliarden Euro, womit sie laut dem Geschäftsbericht um 14 Prozent unter Plan lag: «Während die Niederlassungen in Deutschland, Österreich und Spanien höhere Nettomittelzuflüsse als geplant erzielen konnten, blieben Italien und Luxemburg unter Plan», so der Text.

Den acht Vorstandsmitgliedern zahlte UBS Europe fürs letzte Jahr insgesamt 8 Millionen Euro aus; dies waren 600’000 Euro weniger als im Vorjahr. Von den knapp 1’900 Beschäftigten waren 1’066 im Wealth Management tätig.

Und anders: 573 arbeiteten in Deutschland, 482 in Luxemburg, 462 in Italien, 233 in Spanien und 57 in Österreich

rap — Hattip: «Finanz-Szene»

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