Passwörter sind out – Smartcards sind in. Im vergangenen Jahr begann die Grossbank UBS mit der kompletten Überarbeitung seiner Identifikations- und Zugangssysteme – für Kunden und für Mitarbeiter. Das Ziel: die komplette Abschaffung von Passwörtern. Denn: «Es gibt zwei Arten von Passwörtern, die schlechten und die sehr schlechten.

Die schlechten sind die einfachen, die man leicht knacken kann. Und die sehr schlechten sind die, die so komplex sind, dass man sie aufschreiben muss», sagt der CTO für Infrastruktur und Sicherheit bei der UBS, Olivier Schraner. Künftig sollen unter anderem Smartcards und Biometrie den Job machen, wie die «Handelszeitung» berichtet. Dafür spannt die UBS mit der israelischen Firma Transmit Security zusammen.

In einem ersten Schritt werden Passwortlösungen mit Zwei-Faktor-Authentifizierung eingeführt. In einem zweiten Schritt werden Passwörter komplett abgeschafft und Multi-Faktor Authentifizierungen auf einen Chip bzw eine Karte gebracht. Das sei benutzerfreundlicher für den Kunden und kostengünstiger für die Bank.

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Zu Testzwecken baut die UBS derzeit eine neue Anlage in Asien, wo sie einen «friktionslosen Sicherheitsansatz» verfolgt, also passwortfrei. Der Erfolgsdruck ist gross: «Macht man es falsch, verliert man Kunden und Mitarbeiter.» Deshalb habe das Projekt Top-Priorität, so Schraner.

Im Inland hat die UBS Schweiz bei dem Projekt eine Vorreiterrolle und hat passwortlose Anwendungen bereits im Einsatz.