Die Aufregung in der Personalabteilung (HR) der UBS muss heute gross gewesen sein. Das Internetportal «Insideparadeplatz» berichtete, die UBS verlege das HR ins polnische Krakau.

Wie sich auf Nachfrage bei der UBS herausstellt, ist die Meldung nur im Ansatz richtig. Die UBS will zwischen 60 und 80 HR-Stellen nach Polen verlegen. Damit werden rund 15 bis 20 Prozent der HR-Arbeitsplätze nach Osteuropa verschoben. Ab 2014 soll aus der Planung von heute Realität werden.

«Das HR plant, bestimmte interne unterstützende Tätigkeiten nach Polen zu verlegen», schreibt die UBS. «Diese Verlagerung kann zu einem Abbau in der Schweiz von bis zu 80 Stellen führen kann.» 

UBS in guter Gesellschaft in Polen

Die UBS steht mit der Verlagerung von HR-Diensten nach Polen nicht alleine da: Die Credit Suisse ist schon lange in Polen und lässt dort vor allem Schreibarbeit erledigen. Nicht, dass man dies merken würde beim Durchlesen. Alles klingt muttersprachlich korrekt. Verfasst wurde es allerdings von ehemaligen Germanistikstudentinnen oder Politologen aus Wroclaw, zu Deutsch Breslau.

Auch seit Anfang dieses Jahres haben etliche Schweizer Unternehmen Arbeitsplätze nach Polen verschoben: Clariant, Swiss, Flawa, Gaba, Huber + Suhner, SIX Telekurs, Mettler Toledo, Syngenta und erneut die Credit Suisse.

Bereits seit längerem im grössten osteuropäischen Markt aktiv sind unter anderen Stadler Rail, Novartis, Roche, Model, Biella, Schindler und ABB.