Anleger reissen sich um die Aktien des britischen Uhrenhändlers Watches of Switzerland: Bei ihrem Debüt an der Londoner Börse stiegen die Papiere des Uhrenhändlers auf bis zu 315 Pence. Das ist ein Plus von fast 17 Prozent im Vergleich zum Ausgabepreis von 270 Pence.

Danach bröckelte der Kurs etwas ab auf 305,9 Pence, blieb aber immer noch über dem Ausgabepreis. Das Unternehmen verkaufte 57,4 Millionen neue Aktien zum Gesamtpreis von umgerechnet knapp 200 Millionen Franken. Weitere 24,1 Millionen Titel schlug Mehrheitsaktionär Apollo los.

Mehrfach überzeichnet

Die Emission war mehrfach überzeichnet worden. Daher sei die Erstnotiz um einen Tag vorverlegt worden. Nach dem Börsengang sind 37,4 Prozent der Watches-of-Switzerland-Aktien im Streubesitz, sofern die Mehrzuteilungsoption voll ausgeübt wird.
 

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Watches of Switzerland ist nach eigenen Aussagen der grösste Händler von Rolex-, Cartier- und Breitling-Uhren in Grossbritannien und ist unter mehreren Marken wie «Mappin & Webb» oder «The Watch Lab» tätig.

Expansion in den USA

Die Gruppe erwirtschaftete zuletzt mit Ladengeschäften einen Umsatz von 746 Millionen Pfund (948 Millionen Franken) – heute vor allem in Grossbritannien.

Das soll sich ändern. 2017 setzte Watches of Switzerland mit dem Kauf von 20 «Mayors»-Juweliergeschäften in Florida und Georgia zum Sprung über den Atlantik an. Schon bald eröffnete das Unternehmen Ableger in Las Vegas und New York City. Weitere Filialen sollen noch in diesem Jahr in Boston und New Jersey folgen.

(sda | rap)