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Uhren
Watches of Switzerland will an die Londoner Börse

Watches of Switzerland Shop London

Watches-of-Switzerland-Shop in London: Das Unternehmen verkauft die meisten Rolex-Uhren in Grossbritannien.

Quelle: PD

Der grösste Händler für Luxusuhren in Grossbritannien will an die Börse gehen. Das soll die geplante Expansion in den USA befeuern.

Veröffentlicht am 03.05.2019

Watches of Switzerland ist der grösste Luxusuhrenhändler in Grossbritannien und plant nun, in London an die Börse zu gehen. Wie die Nachrichtenagentur «Bloomberg» berichtet, könnte das IPO der geplanten Expansion in den US-Markt Rückenwind geben. 

Zudem könnte das Private-Equity-Unternehmen Apollo Global Management seine Beteiligung an dem Detailhändler verringern. Watches of Switzerland verkauft etwa die Hälfte aller Rolex-Uhren im Vereinigten Königreich. Auch im Südosten der USA ist die Firma zum grössten Luxusuhrenhändler geworden. Das IPO könnte die weitere US-Expansion vorantreiben.

«Vor uns liegen grosse Wachstumschancen – sowohl in Grossbritannien als auch den USA», sagt CEO Brian Duffy in einer Unternehmensmitteilung.

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Verkaufswachstum

Der Absatz von Watches of Switzerland ist in den vergangenen fünf Jahren 18 Prozent gestiegen. Damit übertrifft die Firma die meisten Konkurrenten, insbesondere vor dem Hintergrund, dass die grössten Schweizer Uhrenhersteller unabhängiger von Zwischenhändlern werden wollen.

Denn Cartier, Audemars Piguet und Vacheron Constantin wollen einen grösseren Teil der Einnahmen selbst einstreichen, indem sie ihre Uhren in den eigenen Geschäften verkaufen. 

Watches of Switzerland versucht derweil für jene Marken wichtiger zu werden, die weiterhin über Dritthändler verkaufen wollen. Gegenüber kleineren, unabhängigen Händlern habe die Firma den technologischen Vorteil. 

Geplantes IPO

Der Jahresumsatz stieg zuletzt um rund 9 Prozent auf umgerechnet auf über 1 Milliarde Franken. Im Januar schon hatte CEO Duffy gesagt, Apollo erwäge das IPO als Option, nachdem es den Uhrenhändler vor sechs Jahren gekauft hatte.

Dabei könnten sowohl neue als auch bestehende Aktien ausgegeben werden und Apollo plane, die Mehrheitsbeteiligung zu behalten. Mindestens 25 Prozent der Aktien sollen frei gehandelt werden. 

Der Grossteil des Umsatzes wird zwar in Grossbritannien erzielt, doch Watches of Switzerland sieht grosses Wachstumspotenzial in den USA, denn bisher fehlten dort die Investitionen. Kürzlich eröffnete die Firma ein Geschäft im New Yorker Einkaufszentrum Hudson Yards. Als Newcomer sehe sie dort einen Wettbewerbsvorteil. 

(mlo)