Die zum US-Konzern Technoplas gehörende Weidplas GmbH steht vor einem Stellenabbau: In Rapperswil-Jona sind bis zu 40 der 130 Stellen gefährdet. Das Unternehmen reagiert mit verschiedenen Massnahmen auf den hohen Frankenkurs und plant Auslagerungen in das deutsche Bundesland Sachsen.

Die Weidplas GmbH (früher: Weidmann) ist im Autozuliefer- und Sanitärgeschäft tätig. Am Hauptsitz in Rapperswil-Jona arbeiten gegenwärtig 130 Mitarbeiter. Am Montag wurde die Belegschaft über die Abbaupläne informiert. «Hauptsächlich in Rapperswil-Jona sind bis zu 40 Stellen betroffen», bestätigte Weidplas-Geschäftsführer Thomas Freiburghaus gegenüber der Nachrichtenagentur SDA einen Bericht der «Zürichsee-Zeitung».

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Werk bis mindestens 2016 ausgelastet

Zuerst läuft nun aber noch das für Massenentlassungen vorgeschriebene Konsultationsverfahren, während dem die Sozialpartner Alternativen aufzeigen können. Die Frist dauert bis zum 23. Februar. Anfangs März könnten dann die ersten Kündigung erfolgen.

Das Ende des Mindestkurses habe die Situation nochmals verschärft, erklärte der Weidplas-Geschäftsführer. An Aufträgen fehle es zwar nicht. Das Werk in Rüti ZH sei bis mindestens 2016 mit Arbeit ausgelastet. Entscheidend sei aber, wie sich der Wechselkurs auf die Einnahmen auswirke. Dabei gehe es nicht um die kommenden Monate, sondern um die nächsten ein bis zwei Jahre, so Freiburghaus.

Messtechnik-Geschäft soll nach Sachsen

Man habe den Sozialpartnern vorgeschlagen, das Messtechnik-Geschäft in das der Weidplas gehörende Werk in Treuen im deutschen Bundesland Sachsen zu verlagern. Weiter werde geprüft, ob der Werkzeugbau in Rüti integriert werden könne. Klar sei, dass an der Produktion in Rüti festgehalten werde, betonte der Weidplas-Geschäftsführer.

(sda/tno)