Die Goldbach Group ist in den Fokus der Wettbewerbskommission (Weko) geraten. Die Weko habe Ende August gegen die Werbevermarkterin eine Vorabklärung eingeleitet, bestätigte Carole Söhner-Bührer, Vizedirektorin Infrastruktur des Sekretariats der Weko, entsprechende Informationen der Finanznachrichtenagentur AWP.

Im Rahmen der Vorabklärung würden die Praktiken von Goldbach bezüglich Radio- und TV-Vermarktung breit angeschaut und dahingehend geprüft, ob Verstösse gegen das Kartellrecht vorliegen. Solche Verstösse könnten etwa eine Behinderung von Konkurrenten oder aber die Ausbeutung von Kunden sein. «Mehr kann im Moment zur laufenden Vorabklärung nicht gesagt werden», so Söhner-Bührer.

Die Weko ist gemäss Söhner-Bührer aufgrund von Anzeigen tätig geworden. Ergebnisse der Vorabklärungen dürften im Sommer 2013 vorliegen.

Die Goldbach Group habe die Vorabklärung zur Kenntnis genommen und kooperiere mit der Weko zur Abklärung des Sachverhaltes, erklärte Goldbach-Chef Klaus Kappeler gegenüber AWP. Er sei zuversichtlich, dass die Abklärungen aufzeigen würden, dass sein Unternehmen die kartellrechtlichen Vorgaben einhalte. «Kartellrechtskonformes Verhalten hat für Goldbach oberste Priorität», so Kappeler weiter.

(tno/tke/awp)