Bei aller Homeoffice-Euphorie: Dem einen oder der anderen Zu-Hause-Arbeitenden dürfte der beunruhigende Gedanke schon gekommen sein: Jetzt, da der Job am Küchentisch in Basel, Zug oder Zürich erledigt werden kann, lässt er sich theoretisch überall machen – auch in Mumbai oder Warschau zum Beispiel. Und die Arbeitskraft dort verlangt unter Umständen nur einen Zehntel des Schweizer Gehalts.

Wirtschaftswissenschafter halten dieses Risiko für real. «Die Firmen werden bald merken, dass sie einen Teil der Telearbeit viel günstiger erledigen können, indem sie Arbeitskräfte in Niedriglohnländern einstellen», warnt Peter Baldwin, Professor am Hochschulinstitut für internationale Studien und Entwicklung, Genf.