In den vergangenen Tagen haben viele Airlines angekündigt, ihr Flugprogramm wieder erhöhen zu wollen, darunter auch Lufthansa und Tochtergesellschaft Swiss. Wegen der Corona-Krise stand der weltweite Flugverkehr fast komplett still. Es gibt bisher nur ein Minimal-Angebot.

Nun meldet auch Billigflieger Ryanair einen Neustart mit fast 1000 Flügen täglich ab 1. Juli. Damit würden etwa 40 Prozent der Linienflüge wieder aufgenommen, hiess es.

Doch bis zu einer Normalisierung ist es noch ein sehr langer Weg. Das zeigen Daten der Luftfahrt-Analysefirma ch-aviation in Chur.

China fliegt mehr

Den Berechnungen zufolge wurden in den vergangenen zwei Wochen zwar weltweit mehr als 500 Flugzeuge wieder reaktiviert. Doch immer noch sind 57 Prozent der globalen Flotten gegroundet. Konkret geht es dabei um 18'496 Flugzeuge, die wegen Einlagerung oder Wartung nicht in der Luft sind.

Tiefpunkt wurde erreicht

Doch nach Angaben von ch-aviation sei mittlerweile wohl ein Tiefpunkt bei den gegroundeten Flugzeugen erreicht, denn am 24. April berichtete das Unternehmen, dass noch 59 Prozent der Flotten von Fluggesellschaften am Boden waren. Es gibt also eine Mini-Erholung.

Die Daten zeigen zudem, dass drei Regionen immer noch stark von Flugzeug-Stilllegungen konfrontiert sind: In Afrika, Europa und Südamerika sind mehr als 70 Prozent aller Flugzeuge am Boden. Zum Vergleich: In Nordamerika beträgt der Wert 49 Prozent.

Deutlich mehr Flieger sind mittlerweile in China unterwegs: Dort sind nur noch 20 Prozent der Flotten nicht im Einsatz.

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